Bereits zum 13. Mal gehen ab morgen, Freitag, 23. August, die Brückensensationen über die Bühnen auf der Rheinbrücke. Einer, der von Anfang an mit dabei war, ist natürlich Kulturamtsleiter Claudius Beck, der das Fest 2007 ins Leben gerufen hat. Ebenso lang mit von der Partie ist auch Becks Sohn Max. Als kleiner Junge hat er seinen Vater erstmals auf das Fest begleitet und angepackt, wo er konnte. Seitdem hat er keine Veranstaltung verpasst und ist zu einem wichtigen Ansprechpartner für viele Künstler geworden.

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Von Salem nach Rheinfelden

Bei den ersten Brückensensationen war Max Beck gerade mal neun Jahre alt. Er wohnte mit seinen Eltern in Salem am Bodensee, von wo aus Vater Claudius Beck noch heute nach Rheinfelden pendelt. „Ich bin mit meiner Mutter, meiner Tante und meinem Onkel zu den ersten Brückensensationen gefahren, die im Rahmen der Grün07 stattgefunden haben“, erinnert sich der heute 21-Jährige. „Ich war an allen Tagen dabei und habe gleich ein bisschen mitgeholfen.“

Einsatzort: In diesem Jahr ist Max Beck für den Bereich vor dem Haus Salmegg zuständig. Hier ein Bild von den Brückensensationen im vergangenen Jahr. 2018.
Einsatzort: In diesem Jahr ist Max Beck für den Bereich vor dem Haus Salmegg zuständig. Hier ein Bild von den Brückensensationen im vergangenen Jahr. 2018. | Bild: Horatio Gollin

Beginn einer kleinen Tradition

Das war der Beginn einer kleinen Tradition. Denn Max Beck war so begeistert von dem bunten Treiben auf der Rheinbrücke, dass er seither keine einzige Veranstaltung verpasst hat. Jedes Jahr reist er bereits donnerstags für die Brückensensationen an und bleibt bis montags. „Bis ist 16 war, habe ich ehrenamtlich mit angepackt, seitdem werde ich für die Zeit von der Stadt als Honorarkraft angestellt“, erzählt Beck, der mittlerweile im sechsten Semester in Erlangen Wirtschaftsrecht studiert und sich über ein paar Euro zusätzlich in der Tasche natürlich freut.

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Tolle Künstler und einmalige Atmosphäre

Aber das Geld ist nicht der Grund, der ihn immer wieder zu dem Straßentheaterfestival nach Rheinfelden zieht. „Ich freue mich da jedes Jahr sehr drauf, man arbeitet mit so vielen coolen Leuten zusammen, lernt tolle Künstler kennen, und die Atmosphäre ist einfach besonders.“ Klar sei es auch anstrengend, über mehrere Tage von morgens mit abends mit anzupacken. „Aber das nehme ich gerne in Kauf“, sagt Max Beck.

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Schon immer das „Mädchen für alles“

Schon von Beginn an war er „Mädchen für alles“. In der Regel bekommt er einen festen Bereich zugewiesen, für den er dann, mit weiteren Helfern, zuständig ist. In diesem Jahr ist das der Platz beim alten Zollhäuschen und dem Haus Salmegg. Dort kümmert er sich um Aufbau und Bestuhlung sowie um alles, was eben anfällt. „Wenn es brennt, dann helfe ich.“ Außerdem ist Max Beck auch Ansprechpartner für die Künstler, die in „seinem“ Bereich auftreten. Er organisiert und besorgt alles, was diese brauchen, auch ganz spontan. „Wenn ein Künstler plötzlich noch 20 Scheren braucht, kaufe ich halt 20 Scheren“, erzählt der Student lachend.

Bezugsperson für die Künstler

Mit der Zeit habe er sich so zu einer wichtigen Bezugsperson für viele der Künstlerinnen und Künstler entwickelt. „Manchmal sucht mich einer von ihnen auf dem ganzen Gelände, um mich etwas zu fragen, obwohl er auch jeden anderen hätte fragen können.“ Das liege vor allem daran, dass er schon von Anfang an dabei sei, viele Leute kenne und vieles wisse, erzählt Max Beck. Dass er der Sohn des „Brückensensationen-Erfinders“ Claudius Beck ist, wüssten viele, Künstler und auch Mitarbeiter, gar nicht. „Das ist mir Recht.“

Es läuft gut und harmonisch

Und wie findet er es, mit dem eigenen Vater zusammenzuarbeiten? „Wir arbeiten ja nicht die ganze Zeit zusammen, sondern laufen uns immer wieder über den Weg und tauschen uns aus“, berichtet Max Beck. Das laufe sehr gut und harmonisch ab. Aber natürlich habe es in zwölf Jahren auch mal ein klein wenig gekracht zwischen Vater und Sohn. „Vor allem, als ich in der Pubertät war, hat er mich schon mal in den Senkel gestellt“, erzählt Max Beck lachend. Und ergänzt: „Aber das war dann auch richtig so.“