Bürgermeisterin Diana Stöcker ist neue Präsidentin des Districtsrats des TEB, des Trinationalen Eurodistricts Basel. Sie will während ihrer zweijährigen Präsidentschaft unter anderem die Arbeit des Districtsrats in der Bevölkerung wahrnehmbarer kommunizieren. Das Dreiland-Parlament habe zwar kein eigenes Budget für trinationale Bauprojekte oder Ähnliches; mit seinen Resolutionen könne es aber durchaus einiges in der politischen Landschaft des Dreiländerecks bewegen, wie zum Beispiel mit der Forderung nach eingeschränkten Abflugzeiten am Euro-Airport im Oktober.

„Unsere Resolutionen werden nicht nur in Lörrach, Basel und Mülhausen wahrgenommen, sondern auch in Stuttgart, Bern und Straßburg“, sagt Stöcker. Der Districtsrat sei die einzige Plattform, in der gewählte Abgeordnete aus den Grenzregionen aller drei Länder zusammenkommen und sich austauschen könnten: „Wir haben in allen drei Ländern die gleichen Themen, aber andere Perspektiven und andere Gewichtungen. Unsere Aufgabe im Districtsrat ist es, aus diesen Themen gemeinsame Ziele zu formulieren.“

Die Rolle beider Rheinfelden im Dreiländereck werde in der Zukunft maßgeblich wachsen, wie das „Verkehrssymposium Hochrhein“ im vergangenen Juni bewiesen habe: „Die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung stellt den Grenzraum von Basel bis Waldshut vor große Herausforderungen. Hier sind Schlüsselprojekte auch für beide Rheinfelden von großer Bedeutung“, sagte Stöcker zu Auswirkungen auf ihre Stadt.

Der Trinationale Eurodistrict Basel ist ein Verein, in dem Gebietskörperschaften aus allen drei Ländern wie die Stadt Rheinfelden und der Landkreis Lörrach Mitglied sind. Diese Mitglieder wählen Vertreter aus ihren eigenen Reihen, also auf der deutschen Seite aus den Gemeinderäten, Kreistagen und den gewählten Bürgermeistern. Stöcker ist seit 2014 Mitglied der CDU-Fraktion des Kreistages und wurde als solches als einer von 15 deutschen Vertretern in den Districtsrat gewählt. Sie wurde im Februar zur Nachfolgerin des neuen FDP-Bundestagsabgeordneten Christoph Hoffmann zur deutschen Vertreterin im dreiköpfigen Ratspräsidium gewählt.