Herr Asal, sind Sie dem vielen Konfetti auf nassem Boden Herr geworden?

Ja. Es muss nicht unbedingt ein Nachteil für die Reinigung nach einem Fasnachtsumzug sein, wenn es nass ist. Da gibt es zum einen keine Staubentwicklung und außerdem keine Streuwirkung, wenn wir die Konfetti mit unseren Blasgeräten auf die Straße blasen. Das heißt, dass die Schnipsel nicht wild umhergeblasen werden und sonst wo landen.

Wie läuft denn die Reinigung ab?

Bei der Reinigung der Strecke fährt eine Kolonne von Bauhof-Mitarbeitern voraus, die den groben Müll wie Flaschen und Verpackungen von Hand aufliest. Dann kommen die Blasgeräte, die die Konfetti von den Gehwegen und Rändern auf die Straße blasen, damit die Kehrmaschinen diese aufnehmen können. Das hat gestern trotz der Nässe gut funktioniert.

Wie lange hat die Reinigungsaktion gedauert. Mussten Sie am Montag noch mal ran?

Wir sind am Montag die Umzugsstrecke noch mal mit der Kehrmaschine abgefahren, um den Restmüll zu beseitigen. Am Sonntag hab die Reinigung, zusammen mit dem Entfernen der Absperrungen, die wir vor dem Umzug an der Strecke angebracht haben, etwa vier Stunden gedauert. Das ist normal. Wir waren mit drei Kehrmaschinen unterwegs, eine davon aus Weil. Im Gegenzug helfen wir nächste Woche nach dem Umzug in Weil am Rhein auch dort aus. Wichtig war uns, so schnell wie möglich die Bundesstraße wieder für den Verkehr freizugeben, danach war die Fußgängerzone dran.

Wie kann verhindert werden, dass die Papierschnipsel das Entwässerungssystem verstopfen?

Es ist tatsächlich ein Problem, dass, gerade bei Regen, das Konfetti in die Gullys gespült wird und diese verstopfen kann. Aus diesem Grund werden wir in dieser oder der nächsten Woche alle Gullys an der Umzugsstrecke mit einer speziellen Reinigungsmaschine säubern. Das sollte nach jedem Umzug gemacht werden, zusätzlich zu der turnusmäßigen Gullyreinigung, die zweimal im Jahr stattfindet.

In manchen Gemeinden ist Konfetti verboten. Sollte das hier auch der Fall sein? Oder zumindest bei Regen?

Ich persönlich bin zwar kein Fasnächtler, aber wenn man die Stimmen zu dem Thema hört, heißt es ja oft, ohne Konfetti würde etwas fehlen. Der andere Müll in der Stadt ist mindestens genauso schlimm wie das Konfetti und es ist schwer, diesen in den Griff zu bekommen. Das wäre also nicht verhältnismäßig.

Zur Person: Andreas Asal ist gelernter Maurer und arbeitet seit zweieinhalb Jahren als Vorarbeiter beim Bauhof Rheinfelden. Er ist 51 Jahre alt und wohnt in Höllstein.

Andreas Asal
Andreas Asal | Bild: Elena Bischoff

Das sagt die Narrenzunft

Oberzunftmeister Michael Birlin beim Umzug.
Oberzunftmeister Michael Birlin beim Umzug. | Bild: Juliane Schlichter

Oberzunftmeister Michael Birlin findet, dass Konfetti in „unserer Region“ zur Fasnacht dazu gehört. In den Gemeinden, in denen die Schnipsel verboten sind, etwa im Ortenaukreis, liege das meistens daran, dass diese historische Altstädte Kopfsteinpflaster hätten. Dennoch ist Birlin nicht generell gegen ein Verbot, wie er sagt. Ein solches verhänge jedoch nicht die Narrenzunft, sondern die Stadtveraltung.

„Wenn es schneit, ist das mit dem Konfetti schon problematisch“, sagt Birlin. Sollten die technischen Dienste in einem solchen Fall einen Konfettiverzicht wollen, werde man das natürlich akzeptieren. Generell ist in Rheinfelden übrigens nur das klassische Konfetti erlaubt. Zum einen, weil etwa Schnipsel aus dem Locher oder Reißwolf zu klein sind für die Reinigungsmaschinen, zum anderen, weil das klassische Konfetti staubfrei und daher für Allergiker verträglich ist, erklärt Birlin.