Rheinfelden – Einmal im Jahr nimmt der Oberbürgermeister an einer Sitzung der Stadtteilbeiräte teil, bei dem dann drei Anliegen mit besonderem Interesse für den jeweiligen Stadtteil vorgestellt werden. Auf der Tagesordnung im Stadtteilbeirat Warmbach vom Donnerstag standen Informationen zur Alten Schule Warmbach als örtlicher Mittelpunkt, dem Ausbau des Wärmenetzes der Stadtwerke Rheinfelden in Richtung Warmbach und zum Umzug des Fußballstadtvereins FSV Rheinfelden nach Warmbach.

  • Umzug FSV: Die vorliegenden Pläne für den Umzug des FSV Rheinfelden seien noch nicht genehmigungsfähig, erklärte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt im Stadtteilbeirat. Baurechtsabteilungsleiter Christian Rooks führte aus, dass anstelle der alten Vereinsgaststätte ein Neubau mit Gaststätte und Umkleideräumen entstehen soll. Mit Blick auf die zwei Spielfelder soll am Gebäude eine Tribüne angelegt werden. Ein weiteres Lagergebäude für die Naturfreunde der Skizunft Rheinfelden könne zur Eichbergstraße hin entstehen. Insgesamt müssen 74 Stellplätze nachgewiesen werden, die nördlich des Gebäudes angeordnet und an anderer Stelle, wie den Erweiterungsflächen der Stellplatzanlage gegenüber des Freibads, nachgewiesen werden könnten. Hauptamtsleiter Hanspeter Schuler erklärte, dass der Gemeinderat aufgrund der besonderen Umstände mit der Seveso-II-Störfallrichtlinie, die eine Erweiterung des Vereins an der Richterwiese ausschließt, eine Förderung beschlossen hat, die über die in der Sportförderrichtlinie festgesetzten 30 Prozent hinausgehe. An den Nettokosten von 2,2 Millionen Euro will sich die Stadt mit 1,2 Millionen Euro beteiligen.
  • Alte Schule Warmbach: Die unter Denkmalschutz stehende Alte Schule ist ein beliebter Treffpunkt für Vereine und Aktivitäten, stellte Eberhardt fest. Zum Abzug der Feuerwehrabteilung Warmbach in die neue Feuerwehrzentrale gegen Ende 2022 soll das ganze Areal und die Nutzung mit der Einwohnerschaft und dem Beirat entwickelt werden. Das Gebäude genieße eine hohe Priorität und sei Teil der Finanzplanung, sagte Wohnbau-Geschäftsführer Markus Schwamm. Bis zum Abzug der Feuerwehr solle aber kein Flickwerk betrieben werden.
  • Wärmenetz: Tiefbauabteilungsleiter Tobias Obert, der auch Betriebsleiter der Stadtwerke Rheinfelden ist, stellte zunächst die innerstädtischen Ausbaupläne für das Wärmenetz vor. Der Ausbau des Netzes über die Werderstraße bis zum Freibad ist im Anschluss für 2022 nach dem Netzausbau zum Bahnhof und zur Römerstraße geplant. Langfristig sollen alle Stadtteile erschlossen werden.
  • Viele Fragen von Bürgern: Die Sitzung mit dem Stadtoberhaupt nutzten die Einwohner, um Fragen zu stellen. Einer erkundigte sich, wie die Situation in der von Radfahrer stark frequentierten Eichbergstraße verbessert werden könne, da in der engen Straße beidseitiges Parken erlaubt sei und Radfahrer auf Gehwege auswichen. Eberhardt sagte zu, die Situation bei einer Verkehrsschau zu bewerten. Ein Einwohner erkundigte sich, wie es beim früheren Gasthaus „Ochsen“ weitergehe, wo seit einiger Zeit ein Baustopp bestehe. Rooks erklärte, dass das Gebäude höher als ursprünglich geplant werde und der Bauantrag derzeit mit der Auflage, nicht mehr höher zu gehen, im Genehmigungsverfahren sei. Auf die Frage eines Warmbachers antwortete Eberhardt, dass an der Kreuzung Mouscron-Allee/Eichbergstraße keine Ampel komme, da die Überquerungshilfen in Verbindung mit Tempo 30 ausreichend erschienen und bei Kontrollen des Ordnungsamtes keine Auffälligkeiten aufträten.
  • Das vergangene Jahr: Beiratssprecher Dieter Wild fasste die Aktivitäten des Beirats im vergangenen Jahr zusammen. Der Schwerpunkt habe auf den drei Spielplätzen gelegen. Den Spielplatz Hertener Straße hatte die Wohnbau unter Einbeziehung der Veränderungsvorschläge des Beirats aufgewertet.

Für den Spielplatz Akazienstraße sind in der städtischen Haushaltsplanung für nächstes Jahr 17.000 Euro und für den Spielplatz Stellacker 4000 veranschlagt. Wild kündigte eine Zählung der die Straße querenden Personen in der Warmbacher Straße an, um die Notwendigkeit einer Fußgängerüberquerung bei den Bushaltestellen am „Ochsen“ zu ermitteln.

Nach der Ortsausfahrt werde im Zuge der Installation von Ampeln an der Autobahnkreuzung auf der B 34 das Tempo von 70 auf 50 Stundenkilometer reduziert, so Wild.

Der Dorfladen

Auch mit dem Projekt Dorfladen Warmbach geht es weiter. Mitinitiator Manoj Thanathethu berichtete, dass 25.000 Euro Genossenschaftsanteile zugesagt seien und sich 40 Ehrenamtliche einbringen wollten. Die Suche nach einem Standort war bislang erfolglos verlaufen. Die Alte Schule hielt er für einen möglichen Standort und konnte sich eine vorübergehende Containerlösung auf dem städtischen Grundstück vor dem Tennisclub Rheinfelden vorstellen, bis die Pläne für die Alte Schule konkret werden.