Unter dem Motto „Chum, Lueg und G‘niess“ lockte am Wochenende die fünfte Auflage des Hertener Herbsts bei schönstem spätsommerlichem Wetter zahlreiche Besucher zu dem mit viel Liebe zum Detail geschmückten alten Dorfkern. Gab es am Samstag zu Beginn noch einige leere Plätze, änderte sich das jedoch schnell und es herrschte bald überall gemütliche „Druggete“. Friedlich wurde bis zwei Uhr morgens gefeiert.

  • Der Fassanstich: Um 17 Uhr eröffneten am Samstag Ortsvorsteherin Sabine Hartmann-Müller gemeinsam mit Oberbürgermeister Klaus Eberhardt unter den Augen zahlreicher Besucher mit dem doppelten Fassanstich. Zeitgleich floss dabei beiden Hertener Wein aus dem Fass und aus dem anderen von Reinhard Knispel selbst gebrautesHertener Festbier. Die durstigen Zuschauer freuten sich am geschenkten Umtrunk. Dazu sorgte der Hertener Musikverein für Untermalung. Zum ersten Mal war es auch ein Fassanstich, der nicht im Regen, sondern bei strahlendem blauen Himmel im Freien stattfinden konnte.
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  • Stolze Hertener: Neben Ortschafts- und Gemeinderäten konnte mit Frank-Michael Littwin auch der vermutlich künftige Ortsvorsteher begrüßt werden. Ebenso war eine Delegation von Namensvettern, der Stadt Herten in Nordrhein-Westfalen zu Besuch. Hartmann-Müller und Eberhardt lobten die Organisatoren und Vereine für die reibungslose Ausrichtung des Festes, das alle zwei Jahre ausgerichtet wird. „Hand in Hand hatten alle zusammen beim Aufbau geholfen, was die Dorfgemeinschaft zusammenbringt. Wir sind stolz uns Hertener zu nennen, das ist der Klebstoff der uns zusammenhält“, so Hartmann-Müller. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die beiden langjährigen Organisatoren Helmut Wolpensinger, der letztes Jahr aufgehört hatte, und Kornelia Wehrle, die dieses Jahr aufhörte, offiziell verabschiedet und erhielten mit Anita Basso ein kleines Präsent.
  • Die Gäste: Man hat fast das Gefühl bekommen, ganz Herten befinde sich auf dem Fest. Teilweise kamen auch viele Hertener aus der Fremde extra dafür in die alte Heimat – der weiteste kam wohl aus den USA. Überall gab es ein großes Hallo und es bildeten sich schnell kleinere oder auch größere Grüppchen, um zusammen das Fest zu genießen und einfach zusammen eine gute Zeit gemeinsam zu verbringen. Alleine war jedenfalls niemand lange. Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich und es gab jede Menge zu erzählen. Viele waren frisch aus den Sommerferien zurück und begegneten sich erst jetzt wieder. Großes Thema war aber der Hertener Wein, für den in Kürze die Weinlese beginnt.
Erfolg beim Sägen haben eingespielte Teams, aufs Miteinander kommt‘s an.
Erfolg beim Sägen haben eingespielte Teams, aufs Miteinander kommt‘s an. | Bild: Martin Eckert
  • Die Atmosphäre: Ein ganz besonderen Charme verströmte der alte Hertener Dorfkern beim Rathausplatz und das Haus Rabenfels. Alles war liebevoll und passend zum Herbst mit Figuren, Kürbissen, Stroh und Blumen geschmückt. In der Dämmerung wurden zahlreiche Kerzen und Feuerschalen entzündet. Während es bei der IG Weinbau rund um das Haus Rabenfells eher ruhig und gemütlich war, ging es daneben mit der Partyband „QuerBeat“ zur Sache.
  • Essen und Trinken: Ein fast unüberschaubares Angebot an Gerichten und Snacks gab es im Angebot. Das reichete von Hähnchen, Steaks Wurstsalat, über Tresterwurst, Speckbrot, Zwiebelwaie bis zu Kuchen. Nicht fehlen durfte der Hertener Wein, das von Reinhard Knispel gebraute Festbier oder die rund 40 Schnäpse und Liköre vom Edelbrandsommelier Ralf Mehlin, alle wohlgemerkt aus heimischem Obst.
Der lokale Aspekt spielt beim Essen und Trinken eine große Rolle.
Der lokale Aspekt spielt beim Essen und Trinken eine große Rolle. | Bild: Martin Eckert
  • Die Vereine: Unter Federführung des Vereins Dorfkultur Herten haben sich nahezu alle Hertener Vereine und Institutionen in irgendeiner Form beteiligt. Dazu kamen Künstler mit ihren Ständen, Opa Hans mit seinem Flohmarkt und der Circus Spiedo mit seiner Aufführung am Sonntag.