Trotz durchwachsenem Wetters kamen zum Rheinfelder Lauftag des Laufclubs Marathon (LCM) wieder Hunderte Sportler, um sich beim Halbmarathon und bei Zehnkilometer-Lauf zu messen. Beim Hobbylauf steht für die Läufer der Spaß im Vordergrund.

Magnus Gohn hat einen großen Vorsprung

Überraschend schnell kam Magnus Gohn beim Hobbylauf wieder im Ziel an. Der routinierte Läufer aus Steinen-Höllstein hatte sich weit von den anderen Sportlen abgesetzt und musste nicht einmal heftig schnaufen, dennoch meint er: „Es ist brutal, man muss sich mehr quälen als bei langen Distanzen.“ Sonst würde er nur Langdistanzen laufe.

Das erste Mal unter zehn Kilometer

„Es ist das erste Mal, dass ich unter zehn Kilometer laufe“, sagt Gohn und führt aus, dass er dieses Frühjahr eigentlich an keinen Wettkämpfen teilnehmen wollte, um sich voll aufs Training zu konzentrieren. „Da meine Frau mitläuft, habe ich auch teilgenommen“, erklärt er. Gohn ist für den Radsportverein Rheinfelden gestartet. Den Rheinfelder Lauftag schätzt er als gut organisierte Veranstaltung: „Ich bin immer gerne hier.“

290 Voranmeldung plus 40 Nachmeldungen

Beim LCM-Lauftag starteten wieder zahlreiche Sportler zum 36. Rheinfelder Halbmarathon, zum 24. Rheinfelder Zehnkilometer-Lauf und zum Hobbylauf. Vereinsvorsitzender Jürgen Schäfer berichtete, dass es etwa 290 Voranmeldungen gegeben hatte. Bis zu 30 oder 40 Nachmeldungen für die Läufe schätzte er als möglich ein. In den vergangenen Jahren hatte es für alle Läufe immer 250 bis 300 Teilnehmer gegeben.

30 Hobbyathleten starten im Stadionrund

Für den Hobbylauf waren es 29 Voranmeldungen und letztlich starteten dann 30 Läufer im Europastadion zusammen mit den deutlich zahlreicheren Teilnehmern des Zehnkilometer-Laufs. Gemeinsam drehten die Läufer eineinhalb Runden im Stadion, um dann auf die Strecke um Warmbach zu laufen. Für die Teilnehmer des Hobbylaufs ging es nach 4,7 Kilometer wieder ins Ziel.

An Wegstationen können die Läufer Getränke bekommen.
An Wegstationen können die Läufer Getränke bekommen. | Bild: Horatio Gollin

Fünf Mitarbeiter von ED sind wieder dabei

Fünf Mitarbeiter von Energiedienst hatten schon in früheren Jahren am Rheinfelder Lauftag teilgenommen. „Wir nehmen privat teil, aber als ED-Team“, erklärt Manuel Westermann, der keinem Laufverein angehört. „Zwei Kollegen nehmen auch am Zehnkilometer-Lauf teil, aber wir lassen es heute gemütlich angehen.“ Die fünf haben Spaß an der gemeinsamen Unternehmung und machen es weniger aus sportlich-ehrgeizigem Antrieb.

Wichtig ist, zusammen zu laufen

Mit wechselnden Besetzungen nimmt das Team ED auch regelmäßig teil bei Laufevents wie etwa dem Lörracher Stadtlauf, berichtete Westermann. Die abwechslungsreiche Strecke rund um Warmbach kommt bei ihnen gut an. Julia Hendler erklärt, dass die Gruppe bis kurz vor dem Ziel zusammen geblieben ist. „Es ist ein Team-Event, deswegen ist es wichtig, zusammen zu laufen“, sagt Hendler.

Neue Technik zur Zeiterfassung

„Der Lauf ist amtlich vermessen“, hält der stellvertretende Vorsitzende Thomas Rosswog fest. Zum zweiten Mal nach dem Benefizlauf um Adelhausen kommt die vom LCM neu angeschaffte Technik zur Zeiterfassung am Rheinfelder Lauftag zum Einsatz. Mittels Transpondern, die die Läufer mit sich führen, misst die Matte auf der Ziellinie die exakte Zeit, erklärt Rosswog.

An die 50 Helfer packen mit an

Schäfer schätzt, dass 40 bis 50 Helfer im Einsatz sind, um den Lauftag zu stemmen. „Das Gros stellt der Verein“, sagt Schäfer. Aber auch Ehepartner und Freunde der Mitglieder packen beim Auf- und Abbau, beim Getränkeausschank oder als Streckenposten mit an. Das Wetter hält soweit. „Der Regen macht den Läufern wenig aus, ärgerlicher ist der starke Wind“, meint Schäfer.

Gerhard Klaus moderiert wie immer

Den Lauf moderierte wie in den vergangenen Jahren das Vereinsmitglied Gerhard Klaus, der den Zuschauern am Streckenrand via Lautsprecher Infos zu den Läufern mitteilt. Während beim Halbmarathon und beim Zehnkilometer-Lauf die jeweils drei Bestplatzierten einer Wertungsgruppe in der Hans-Thoma-Halle bei der Siegerehrung eine Medaille bekommen und die zwei Tagessieger mit einem Pokal geehrt werden, gibt es beim Hobbylauf keine Preise.

Gute Resonanz der Teilnehmer

Der Spaß steht im Vordergrund. „Fünf Kilometer sind optimal“, meint die 13-jährige Emmely Kaiser, die als erste Frau beim Hobbylauf ins Ziel eingelaufen ist. Angetreten ist die Hertenerin für den Turnverein Grenzach, der einmal die Woche Lauftraining im Europastadion abhält. Die Strecke gefällt ihr, vor allem weil es keine Steigungen gibt.