Liebeserklärungen, Blumensträuße und Herzpralinen – der Wunsch vieler Romantiker zum heutigen Valentinstag. Doch nicht jeder wird am Tag der Liebenden mit charmanten Worten oder reizenden kleinen Aufmerksamkeiten beglückt. Wir haben nachgefragt und Begegnungen zusammengetragen, die das Gegenteil einer gelungenen Verabredung darstellen.

Laufpartner beim Joggen abgehängt

„Bis jetzt hatte ich zum Glück noch keine richtig schrecklichen Dates. Obwohl ein Treffen mit einem Jungen gar nicht so lief, wie ich mir das vorgestellt habe. Wir wollten zusammen joggen gehen, er war aber leider nicht annähernd auf dem gleichen Trainingsstand wie ich. Als wir dann unterwegs waren, war ich um einiges schneller als er und versuchte nebenbei die ganze Zeit über, unser Gespräch anzukurbeln. Ich erzählte und erzählte und wunderte mich darüber, dass er eisern schwieg. Erst später merkte ich, woran es lag: Er war einfach total außer Atem“, lachte die 19-jährige Sportstudentin Clara Mayerhofer.

Es reicht ja ein Abendessen zu zweit

Ein wenig enttäuscht und verwundert reagierte auch Inna Margarjan (45), als sie vor einigen Jahren am 14. Februar abends nach Hause kam: „Ich bin seit 24 Jahren mit meinem Mann verheiratet und mag den Valentinstag sehr, dieser Tag ist für mich Romantik pur. Da ich in einem Schmuckgeschäft arbeite, bekomme ich im Voraus auch immer all die Einkäufe verliebter Paare mit, die sich zu diesem Anlass etwas schenken wollen. Vor einigen Jahren stand ich kurz vor dem Valentinstag wieder tagelang im Geschäft und verpackte Herzanhänger für andere Menschen. Doch was geschah, als ich von der Arbeit nach Hause kam? Nichts, denn mein Mann hatte den Valentinstag schlichtweg vergessen. Zum Glück ist das bis jetzt nicht oft passiert und mittlerweile hat er wohl daraus gelernt. Es muss ja auch nichts Großes sein; oft reicht schon ein schönes Abendessen zu zweit.“

Netter Kollege bringt ungebügeltes Hemd mit

Weitaus unangenehmer lief dagegen die Valentinstagsverabredung der 50-jährigen Bettina Maier ab: „Ich hatte mich mit einem auf den ersten Blick sehr netten Kollegen verabredet. Davor hatten wir lediglich telefonisch Kontakt, und er hatte eine sehr angenehme Stimme, was mich auf einen schönen Abend hoffen ließ. Als er jedoch vor meinem Haus aus dem Auto stieg, mir zur Begrüßung ein ungebügeltes Hemd hinhielt und von mir wissen wollte, ob ich ihm das noch kurz bügeln könne, wusste ich schon, dass das nichts wird. Als wir dann essen waren, wurde mir klar, dass er Ansichten im Bezug auf Frauen vertritt, die für mich überhaupt nicht akzeptabel sind. Sagen wir es so; der Abend lief zum Ende hin nicht ganz friedlich ab, irgendwann bin ich einfach gegangen.“

Die Trennung am Tag danach

Eine ganz andere Facette der Männerwelt beleuchtet der Bericht von Benn Boll (28): „Meiner ersten Freundin wollte ich mit 18 Jahren einen Teddybären mit einem Herz und Blumen zum Valentinstag schenken. Sie kam aber nicht zum Treffen, ich wurde von ihr versetzt. Schon davor kriselte es in unserer Beziehung, und einen Tag später trennten wir uns. Damals war mir der Valentinstag noch viel wichtiger als heute, aber mittlerweile mache ich mir nichts mehr daraus. Heute bin ich glücklich verheiratet und der Meinung, dass man seinen Lieben jeden Tag zeigen sollte, wie gern man sie hat.“