Eigentlich sollte das Hallenbad am 1. Oktober öffnen. Kurz vorher wurde aber bei einem Rundgang festgestellt, dass es technische Probleme in der aus dem Jahr 1957 stammenden Badeanstalt gibt. Die maroden Lüftungskanäle müssen geflickt werden. Wann genau das der Fall sein wird und wann das Bad schließlich geöffnet werden kann, bleibt auch bei einem Vor-Ort-Termin mit Mitgliedern der Verwaltung offen. Es kann schlicht noch nicht gesagt werden. Da das Hallenbad auch von den Rheinfelder Schulen für Schwimmunterricht und von Vereinen genutzt wird, denkt man für die bereits über Alternativen nach.

Anlage stammt noch aus der Ursprungszeit

„Bei einem Kontrollgang kurz vor Eröffnung haben wir festgestellt, dass es zu Problemen bei den Lüftungskanälen gekommen ist“, erklärte der städtische Energieberater Michael Schwarz. Mit dieser Lüftungsanlage wird das Bad geheizt, also warme Luft eingeblasen, gleichzeitig feuchte Luft ausgeleitet. Man stellte fest, dass die Lüftungskanäle, die noch aus der Ursprungszeit des Gebäudes stammen, durchgerostet sind. Ohne Lüftung kann nicht ordentlich geheizt werden und würde laut Schwarz „alles innerhalb von zwei Stunden beschlagen“.

Das Hallenbad bleibt vorerst geschlossen.
Das Hallenbad bleibt vorerst geschlossen. | Bild: Ralf H. Dorweiler

Spezialfirma muss die Löcher fachgerecht verschließen

Die Löcher müssen nun von einer Lüftungsbaufirma fachgerecht verschlossen werden. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir nichts sagen, wann das Hallenbad wieder eröffnet werden kann“, sagte Frank Uhlich, Abteilungsleiter im Hauptamt. Man habe im Blick, dass es so schnell wie möglich gemacht werden könne. Dabei sind die eigentlichen Arbeiten noch nicht gestartet. Aktuell werden Vorbereitungen getroffen. Zudem muss abgewartet werden, wie umfangreich die Schäden sind.

Schulleiter sind über die Situation informiert

Wie Oberbürgermeister Klaus Eberhardt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates sagte, könne man als Stadt ein Bad nicht öffnen, solange es höchsten hygienischen Ansprüchen nicht gerecht werden könne. In der vergangenen Woche habe man die Schulleiter über die Situation informiert.

100 Personen pro Tag kommen in der Regel

Mit Vereinen, Schülern und Badegästen wird das Hallenbad in der Regel von 100 Personen pro Tag genutzt. Matthias Wüst, der Leiter der Bäderbetriebe, weiß, dass an schlechten Tagen nur 15 bis 20 Badegästen das Bad besuchen. Sein Bademeister-Kollege Carsten Meister ergänzt, dass an guten Tagen 100 Eintritte zu verzeichnen seien. Seit das Freibad am 15. September geschlossen hat, sind Badefreunde ohne städtische Schwimmmöglichkeit. Auch Schulen und Vereine sind betroffen, die die Einrichtung nutzen. Die DLRG und der TVR trainieren normalerweise im Schwimmbad. Die meisten der Rheinfelder Schulen schicken ihre Schwimmschüler ins Hallenbad.

Die Liegen bleiben noch leer.
Die Liegen bleiben noch leer. | Bild: Ralf H. Dorweiler

Im Notfall soll ein Alternativkonzept erarbeitet werden

„Je nachdem, wie lange sich das hier hinzieht, können die Schulen und Vereine das Hallenbad bald wieder nutzen“, erklärte Frank Uhlich. Er ergänzte: „Ansonsten müssen wir uns etwas überlegen. Wir müssten ein Konzept für Alternativen erarbeiten und das mit den Schulen abstimmen.“

Mitarbeiter können Überstunden abfeiern

Die Hoffnung besteht allerdings, dass es so weit nicht kommen und das Hallenbad nicht mehr allzu lange geschlossen bleiben muss. Für Wüst und sein Bäderteam ist die bisher einen Monat längere Phase der Bäderschließung auch noch nicht dramatisch. Über die Sommermonate haben sich zahlreiche Überstunden angesammelt, die jetzt abgefeiert werden können. Gleichzeitig gibt es im Freibad auch noch genug zu tun. Wüsts Team ist zum Beispiel beim Rückbau alter Leitungen dabei, bei der Pflege der Grünanlagen und hat sich auch Malerarbeiten vorgenommen. Meister sagte dazu: „Es wird bestimmt nicht langweilig.“

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