Rheinfelden Spatenstich für schnelles Internet auf dem Dinkelberg

In Adelhausen hat der Baubeginn für den Glasfaserausbau begonnen.

Großaufgebot in der Rapperswyherstraße: Unter Beisein von Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, der Ortsvorsteher von Minseln, Eichsel und Adelhausen, des Bürgermeisterstellvertreters von Steinen sowie der beteiligten Baufirmen, Bauträger, Ingenieurbüros und des Zweckverbandes Breitband fand am Donnerstagmorgen der Spatenstich fürs schnelle Internet auf dem Dinkelberg statt.

Der Zweckverband investiert in den ersten Schritt 1,5 Millionen Euro für den sogenannten Backbone zwischen Adelhausen, Eichsel, Minseln und Hüsingen. Zu der Verbindung zählen auch Höllstein und Steinen, von Hüsingen geht es zudem auch hoch nach Nordschwaben. Zusätzlich werden in einem zweiten Abschnitt die Seitenstraßen erschlossen. Für die Hauptleitung werden 9,1 Kilometer Kabel verlegt. „Das ist ein sehr wichtiger Anlass, ein interessantes Thema. Somit gehen wir heute in die zweite Qualitätsstufe, die erste Qualitätsstufe war im Gewerbegebiet Schildgasse. Es ist wichtig, dass jetzt die Ortsteile, die schlecht liegen, angeschlossen werden“, brachte Oberbürgermeister Eberhardt seine Freude zum Ausdruck.

Von „etwas Geduld“, sprach Paul Kempf, Geschäftsführer des Zweckverbandes. „Das ist kein Projekt, das man so schnell mal macht. Die Bauzeit beträgt je nach Witterungsverhältnissen voraussichtlich eineinhalb bis zwei Jahre. Erst wenn die Tiefbauarbeiten fertig sind, können wir eine genauere Ankündigung machen“, so Kempf. Der Zweckverband ermöglicht mit dem flächendeckenden Glasfaserausbau gerade auch den Bewohnern kleiner und mittelgroßer Gemeinden, die für die großen Telekommunikationskonzerne wenig lukrativ sind, kostengünstiges und schnelles Internet.

Hauseigentümer in den Dinkelberggemeinden können nun Anschlüsse mit einer Geschwindigkeit von bis zu einem Gigabit buchen.

Kurzfristige Bestellung möglich

„Die Anschlussquote ist sehr gut, sie liegt in Adelhausen, Eichsel und Minseln bei über 60 Prozent, in Nordschwaben sogar bei 90 Prozent“, weiß Kempf. Sein Appell an all jene Eigentümer, die noch keinen Hausanschluss bestellt haben: „Sie können das noch kurzfristig tun, der einmalige Anschlusspreis für die Verlegung auf dem Privatgrundstück liegt bei 714 Euro.“ Dazu verglich der Oberbürgermeister: „Wenn man überlegt, was sonst ein Hausanschluss kostet, ist das ein sehr ordentlicher Preis.“ Die Baukosten werden durch Landeszuschüsse in Höhe von 650.000 Euro sowie Kredite gedeckt, die über Pachteinnahmen in den kommenden Jahren refinanziert werden. Pächter und Betreiber des landkreisweiten Netzes ist die Firma Pepcom.

Die Tiefbauarbeiten für die Erschließung zwischen den Ortsteilen sind an das Bauunternehmen Josef Schnell aus Weil am Rhein vergeben, welche die Leitungen im Pflug- und Bohrverfahren verlegt, wodurch ein vollständiges Aufgraben vermieden werden kann. Innerorts hat die Firma Knobel aus Hartheim den Zuschlag für die Verlegung und die Hausanschlüsse erhalten. Die Kabeleinbringarbeiten werden von der Firma Baum, Hoch-, Tief- und Straßenbau aus Achern durchgeführt.

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