Der Turnverein Rheinfelden (TVR) startet am Montag, 2. März, ein neues Format für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren: Trainerin Antonietta Santoro, die auf eine jahrelange Tanzerfahrung zurückblicken kann, ruft eine Dance Company ins Leben.

Freude an Bewegung

Der Begriff Dance Company beschreibt eine Gruppe von Tänzern, die nach einer Choreografie tanzt. „Es braucht Verständnis für den eigenen Körper sowie Freude an der Bewegung“, erklärt Santoro. „Auch ein Verständnis für Musik und Taktgefühl sind nötig. Wenn die Bewegung gegen den Takt geht, dann klappt das nicht.“ Getanzt werden Stile wie Hip-Hop, Jazz-Dance und Modern Dance zu einer breiten Musikauswahl von Jazz über Rock, Pop und Hip-Hop bis zu aktuellen Hits.

Die 39-Jährige hat mit fünf Jahren mit Ballettunterricht und Leistungsturnen angefangen. Mit elf Jahren setzte sich ihr Interesse am modernen Tanz durch. Bald nahm sie an Wettkämpfen teil und mit 14 Jahren begann sie als Trainerin. Die Teilnahmen an badischen und europäischen Meisterschaften brachten ihr 1998 den badischen Meistertitel ein.

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Die vom Kaiserstuhl stammende Santoro hat lange als Tanzlehrerin in Freiburg gearbeitet, seit einem halben Jahr wohnt sie in Nollingen. „Ich kenne das Vereinsleben, seit ich denken kann, und finde die Gemeinschaft schön“, sagt Santoro. Gleich nach dem Umzug meldete sie ihre Tochter beim Leistungsturnen im TVR an und schon bald kam ihr die Idee, dem Vorstand eine Tanzgruppe für Jugendliche vorzuschlagen. „Was wir machen, ist Ausdauersport“, erklärt Santoro. Daher sollte man für die Dance Company auch eine gewisse Beweglichkeit und Ausdauer mitbringen. Das Training findet im Gymnastiksaal der Fécamphalle statt und beginnt mit einem tänzerischen Aufwärmen.

Choreografie soll wachsen

Santoro plant eine Choreografie, an die sie von Woche zu Woche neue Figuren anhängen will. „Es soll so sein, dass ich irgendwann die Musik anmache, und die Kids wissen, was kommt.“ Vor dem Tanzen gilt es aber, besonders die Füße aufzuwärmen. Im Training werden Drehübungen gemacht und Sprünge geübt. Zum Abschluss der 90-minütigen Einheit gibt es wieder Choreografie-Training. Mit der Dance Company möchte Santoro nach einer gewissen Zeit auch öffentliche Auftritte wie auf dem Herbstball des TVR bestreiten und an Wettkämpfen teilnehmen. „Auftritte und Erfolge spornen die Kids an“, sagt Santoro. Bevor an Wettkämpfe zu denken ist, muss sich die Gruppe zusammenfinden, Grundlagen trainieren und Bühnenerfahrung sammeln. Santoro sagt, Vorerfahrung im Turnen sei vorteilhaft, aber nicht zwingend. „Der Spaß soll im Vordergrund stehen, aber mit dem Ziel, auch etwas zu erreichen.“

Wenige Vorgaben

Aus acht Jugendlichen sollte die Gruppe mindestens bestehen, maximal aus 15. Ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich, aber nicht unbedingt die sofortige Teilnahme an Auftritten. Das Angebot ist mit dem Jahresbeitrag des TVR abgedeckt. „Es ist toll, dass wir dank Frau Santoros Qualifikationen und ihrem ehrenamtlichen Einsatz eine Sportmöglichkeit für tanzbegeisterte Jugendliche anbieten können“, lobt Verwaltungsvorsitzende Ina Heidemann. „Das Angebot ist ein Glücksfall für uns und Rheinfelden. Wettkampforientierte Showvorführungen sind etwas, das uns im Turnverein bislang gefehlt hat.“ Trainiert wird barfuß oder in Strümpfen, die Trainingskleidung sollte eng anliegen, erklärt Santoro. Turn- oder Tanzschuhe sind in der Phase der Auftritte nötig. Ein Name steht noch nicht fest. Santoro sagt: „Dance Company ist nur der Begriff für den Anfang. Wenn die Formation steht, geben wir uns gemeinsam einen Namen.“