Eine Sperrung des Nollinger Bergtunnels führte am Dienstagmorgen zu massiven Verkehrsproblemen. Höchstwahrscheinlich war ein Siebenschläfer für die extrem lange Sperrung verantwortlich, der sich auf der Prozessor Platine des Leitrechners eingenistet hatte. Die Folge war eine Totalstörung in der Leittechnik.

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Um 1 Uhr in der Nacht auf Dienstag kam es im Tunnel zu einem Brandalarm infolge dessen die Tunneltechnik eine selbstständige Sperrung des Bauwerks vornahm. Feuerwehr und Polizei eilten vor Ort, konnten aber keinen Brand feststellen, wie Stefan Kranzer, der stellvertretende Leiter des Verkehrskommissariats Weil am Rhein auf Anfrage informierte.

Suche nach Ursache schwierig

Die Suche nach der Ursache erwies sich als schwierig. Neben Technikern der Autobahnmeisterei mussten Experten der Herstellerfirma der Anlage mit Ersatzteilen aus der Gegend von Stuttgart anreisen. Gegen 9.30 Uhr informierte die Autobahnpolizei auf Anfrage, dass der Experte mittlerweile eingetroffen sei. Dieser dürfte beim Anblick des Siebenschläfernestes auf der Hauptplatine nicht schlecht gestaunt haben. Gegen 13.30 Uhr konnte der Nollinger Bergtunnel wieder für den Verkehr freigegeben werden.

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Bis dahin hatten sich die Staus bereits aufgelöst, die vom Verkehrskommissariat während der Hauptverkehrszeit mit dem Wort „gewaltig“ beschrieben wurden. Vor allem viele Pendler in die Schweiz dürften am Dienstag mit deutlichen Verspätungen bei der Arbeit erschienen sein. Polizisten waren an Knotenpunkten aufgestellt, um den Verkehr zu regeln, der von Lörrach kommend an der Ausfahrt Lörrach-Ost auf die B316 ausgeleitet wurde, von der Schweiz kommend an der Ausfahrt Rheinfelden-Mitte. Alle Ausweichstrecken waren ebenfalls überlastet.

Technik bereitet mehrfach Ärger

Es ist nicht das erste Mal, dass die Brandmeldeanlage eine Vollsperrung des Tunnels auslöste. Das Regierungspräsidium teilte mit, dass in der Vergangenheit die Kommunikation zwischen alter und neuer Technik Ärger bereitete, da die Röhren in unterschiedlichen Jahren hergestellt worden seien. Dass ein Techniker aus der Stuttgarter Gegend anreisen müsse, liege daran, dass die Wartung als Teil der Ausschreibung immer von der Firma durchzuführen sei, welche die Anlage erstellt hat.