Rheinfelden Serie über Ehrenamt: Robert Uhlmann verwaltet die Liegenschaft „Leinegg“

Serie: Robert Uhlmann verwaltet die Liegenschaft „Leinegg“ und hilft bei den dortigen Freizeitveranstaltungen mit Jugendlagern. Warum er sich engagiert, erklärt er hier.

Eine Gesellschaft ohne Ehrenamtliche ist kaum vorstellbar. Sie übernehmen Aufgaben, die Hauptamtliche nicht leisten können. Damit schließen sie Lücken im zwischenmenschlichen Bereich, bei Organisation und Tatkraft. Freiwillige kümmern sich um andere und helfen, das Miteinander zu gestalten. Viele in Rheinfelden sind bereit, einen Beitrag zu einer sozialen Stadt zu leisten, doch kaum einer kennt die Vielfalt der Einsatzgebiete. Wir stellen in einer Reihe Freiwillige und ihre Motivation vor, heute: Robert Uhlmann.

Schon als Kind im Alter von acht Jahren war Robert Uhlmann das erste Mal mit im Zeltlager auf der Leinegger Halde, dem Grundstück im Hotzenwald, das der katholischen Kirchengemeinde St. Josef gehört und schon seit den 60er Jahren der Erholung der Gemeindemitglieder dient. Heute ist Uhlmann der ehrenamtliche Verwalter dieser Liegenschaft, die im Rheinfelder Volksmund nur als „die Leinegg“ bekannt ist.

Der heute 39-Jährige erinnert sich, dass das Zeltlager in seiner ersten Zeit ein reines Jungenlager war. „Die einzigen Frauen waren in der Küche,“ sagt er lachend, „aber das war eben früher so“. Erst seit den 90er Jahren würden das Sommerlager für Kinder zwischen acht und 13 Jahren und das Pfingstlager für Kinder zwischen 14 und 17 Jahren für gemischte Gruppen angeboten.

Uhlmann selbst sei in jedem Jahr dabei gewesen und danach als Begleitung, erzählt er. Erst wurde er Jugendleiter, dann Lagerleiter und 1995 habe man ihn dann gefragt ob er sich vorstellen könne, die Leinegg zu verwalten.

Robert Uhlmann verwaltet die Liegenschaft „Leinegg“. Bild: Leony Stabla
Robert Uhlmann verwaltet die Liegenschaft „Leinegg“. Bild: Leony Stabla | Bild: Leony Stabla

Mit Rat und Tat unterstützt er seitdem, bis auf eine kleine Unterbrechung während seines Studiums in Konstanz, die verschiedenen Gruppen, die die Leinegg nutzen. „Da die Organisationsgruppen der Kinderlager immer wechseln, ist es wichtig, dass es eine Konstante gibt, die sich auskennt“, erklärt Uhlmann. Er ist das Bindeglied zwischen Pfarrei und Leinegg-Nutzern, hütet den Schlüssel des Gebäudes mit Materiallager und sanitären Anlagen, sorgt für eine intakte Infrastruktur mit Strom und fließend Wasser, organisiert die Arbeitswochenenden zur Instandhaltung und macht das Lager winterfest. Auch die Organisation der Arbeiten zum Projekt der autarken Stromversorgung, für die die Kirchengemeinde 2015 den Umweltpreis der Erzdiözese Freiburg bekam und der Wiederaufbau nach dem Brand des Küchenzelts im Sommer 2016 fielen ins Aufgabengebiet des Maschinenbauingenieurs.

Mit seinem Ehrenamt sei sehr viel Herzblut verbunden, gesteht Uhlmann und freut sich, dass man es geschafft habe, diese Kinder- und Jugendfreizeit über so viele Jahre hinweg aufrechtzuerhalten. Selbst nach dem Brand sei der Bann ungebrochen und die Wartelisten für die Lager lang. Inzwischen seien schon seine eigenen Kinder im Kinderlager dabei und hätten mindestens genauso viel Spaß wie er früher. „Ich finde es wichtig, dass Kinder diese Erfahrung in der Natur machen, ohne Smartphones oder andere Medien“, sagt er. „Aber ich bin auch selbst der Typ für so was.“ Deshalb ginge er selbst noch gerne mit seiner Familie zu den Lagern für Ehemalige und freue sich, das Ganze durch sein Ehrenamt unterstützen zu können.

Informationen zu den Freizeitlagern im Internet: www.leinegg.de

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