„Mit großer Freude sehen wir die Aktivitäten für ein neues Hallenbad in Rheinfelden“, beginnt ein Brief, der an Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und den Gemeinderat adressiert ist. Unterzeichnet ist er von Eveline Hässle, die sich bereits im vergangenen Jahr als Befürworterin von längeren Öffnungszeiten in den Bädern mit anderen Unterstützern zusammen engagiert hat. Dementsprechend fügt sie ihrem Schreiben die Namen von 164 Unterstützern bei.

Die Ideen des Planungsbüros für ein neues Bad würden vielversprechend aussehen, heißt es im Schreiben. „Schade, dass es noch ein paar Jahre dauern wird, bis wir das neue Angebot nutzen und genießen können.“ Bis dahin würden weiter die aktuellen Gegebenheiten beschäftigen. Die durchschnittliche Besucherzahl des Freibads liege bei 95 000 Besuchern pro Jahr.

Unter dem Durchschnitt

Für den aktuellen Sommer 2018 sei veröffentlicht worden, dass die Besucherzahl in der Freibad-Saison bei 90 000 Besucher lag. „Also unter dem Durchschnitt, und das bei einem außergewöhnlich heißen Sommer, der überall sonst für Besucherrekorde gesorgt hat“, schreibt Hässle. Damit zeige sich deutlich, „dass die verkürzte Öffnungszeit und die permanenten Unsicherheiten sehr viele Schwimmer abgehalten haben, das Freibad zu nutzen.“ Es sei ein deutliches Signal wie wichtig es sei, die Öffnungszeit wieder auf die gewohnte Zeit bis 21 Uhr zu setzen, um damit wieder einem Großteil der Berufstätigen und auch Grenzgängern das abendliche Schwimmen zu ermöglichen, heißt es weiter. Zudem wären dann Trainingsmöglichkeiten für die "schwimmenden Vereine" wieder unkompliziert gegeben.

Viele Besucher vergrault

„Die Gepflogenheiten der ersten Monate dieser Freibadsaison haben so viele Besucher vergrault und verärgert. Wie man an den Zahlen deutlich sehen kann, haben sich sehr viele Schwimmer offenbar anderweitig orientiert und sind unserem Bad fern geblieben“, so die Folgerung im Brief. Auch die Kostendeckung im Freibad sei niedrig. „Wäre da nicht allerhöchste Priorität dafür zu sorgen, dass das Freibad so viele Besucher wie möglich empfangen kann?“, wird gefragt. „Und nicht, bei schönstem Wetter – aber nur 27 Grad um 19 Uhr die Kasse zu schließen und damit guten Umsatz zu verhindern. Oder wegen ein paar Regentropfen und Wolken sogar um 18 Uhr die Pforten dicht zu machen.

Andere Bäder flexibel genug

Andere Bäder der Region seien flexibel genug gewesen, die Badesaison aufgrund des warmen Septembers zu verlängern. Die Unterzeichner fordern: „Bitte lassen Sie das Freibad wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten von 9 bis 21 Uhr zurückkehren. Ohne Wenn und Aber.“