Um Schüler für das Thema Armut zu sensibilisieren, besuchen die Klassen der Gemeinschaftsschule seit acht Jahren den Tafelladen. Seit zwei Jahren kommen die Schüler nicht nur zu Weihnachten, sondern auch an Ostern, um Lebensmittel zu spenden.

Osteraktion im Tafelladen

„Ich habe ein Glas Marmelade gekauft“, erklärt der Siebtklässler Wadim. Er geht in die Klasse 7a der Gemeinschaftsschule (GMS), die als letzte Klasse den Tafelladen zur Osteraktion besucht. „Der Tafelladen ist wichtig für die armen Leute und die Rentner“, erklärt Wadim, der erst durch die Aktion über die Arbeit des Tafelladens erfuhr: „Ich bin heute zum ersten Mal hier.“ Die Schüler können einen Blick in die Verkaufsräume und in den Vorbereitungsraum und Lagerbereich werfen. Ladenleiter Harald Höhn und Mitarbeiterin Silke Witthüser, die den Kontakt zur Schule hält, erklären, wie der Verkauf läuft, und welchen Versorgungsbereich der Tafelladen hat, woher die Waren für die Kunden kommen.

Auch andere Schulen unterstützen

Auch andere Schulen unterstützen mit Spendenaktionen, aber in der Dimension, dass alle Klassen vorbei kommen, macht es nur die GMS, freut sich Höhn. „Die Aktion läuft schon seit acht Jahren“, lobt er. Die Schule spricht sich mit Witthüser ab, an welchen Lebensmitteln Bedarf besteht. Die Klasse 7a hat Marmelade mitgebracht, andere Klassen haltbare Lebensmittel wie Nudeln oder Gummibärchen zum Naschen. Im Vordergrund steht für Höhn, die Schüler zu informieren, für eine Gesprächsrunde hat er Infomaterial vorbereitet. Die Schüler erfahren, dass es im Bereich Rheinfelden, Grenzach-Wyhlen und Schwörstadt mehr als 100 Menschen gibt, die hier günstig einkaufen dürfen. Hinter ihnen stehen aber ganze Familien.

Arme und Hilfsbedürftige

„Es geht um die Sensibilisierung für arme oder hilfsbedürftige Menschen“, erklärt Schulleiter Hans Peter Brugger, der mit den Lehrerinnen Regina Waegner und Sibyelle Kiefer zum Abschluss der Aktion auch die Lehrerspende in Form von Zahnbürsten und Zahnpasta übergibt. Wie das Thema im Unterricht aufbereitet wird, überlässt er den Kollegen.

Inzwischen eine Tradition

„Inzwischen ist das schon eine Tradition geworden, man muss nur Tafelladen sagen und alle überlegen, was man sammeln könnte“, sagt Waegner, die mit dem Tafelladen den Bedarf abklärt. Fast jeder der 26 Schüler hat Marmelade mitgebracht, lobt Waegner ihre Schüler. Zur Erinnerung fotografiert Höhn jede Klasse vor dem Tafelladen.