Kleine Hundeaugen beobachteten inmitten von Schmuck und Heiligenfiguren das rege Treiben auf dem Cityflohmarkt der Innenstadt. Obwohl er sich gekonnt zwischen der Ware auf dem Stand seiner Besitzerin präsentierte, wollte diese ihn natürlich nicht loswerden und musste damit bestimmt einige Besucher enttäuschen, die am Mittwoch auf dem letzten Citymarkt der Saison in der Fußgängerzone unterwegs waren.

Schlendern in der warmen Herbstsonne

Zahlreiche Besucher nutzten dort noch einmal die Gelegenheit, in der warmen Herbstsonne zwischen den Ständen zu schlendern, bei einer Bratwurst in der Hand zu plaudern und die eine oder andere Antiquität, gebrauchte Kleidung, Spielzeug oder Geschirr mit nach Hause zu nehmen.

Schnäppchenjäger staunen über gute Preise

Aber nicht alle Besucher waren regelmäßig auf dem Cityflohmarkt unterwegs. Maria-Christina Marti entdeckte den Flohmarkt zufällig bei einem Ausflug von der Schweiz nach Deutschland und fühlte sich auf dem übersichtlich gestalteten Flohmarkt als leidenschaftliche Flohmarktgängerin sehr wohl. Besonders an Flohmärkten gefalle ihr, dass man exklusive Sachen bekommen könne und das meist zu einem wirklich guten Preis.

Standbetreiber kommen gerne in die Stadt

Insgesamt scheint der Cityflohmarkt auch sehr attraktiv für Schweizer Gäste zu sein, da sie laut einer Freiburger Ausstellerin neben Rentnern und Hausfrauen immer einen großen Teil der Besucher ausmachten. Trotz der nicht kalkulierbaren Einnahmen stelle sie an fast allen Terminen ihren Stand auf und das immer wieder gerne: „Ich fühle mich hier wohl. Man muss sich jedes Mal überlegen, was die Leute auch wieder gebrauchen könnten und kann total kreativ sein, auch in der Standgestaltung. Für mich ist es vor allem ein Ort der Begegnung. So wie man hier ins Gespräch kommt, kann man sich fast den Psychiater sparen.“

Helmut Bechtold verkauft seit 15 Jahren Schallplatten

Von noch weiter her reist Helmut Bechtold aus Villingen-Schwenningen bereits seit fast 15 Jahren an, um seine Schallplatten an den Mann zu bringen. „Eigentlich bin ich 70 und sollte etwas langsam machen, aber mich rufen sogar häufig Kunden an, ob ich wieder herkomme und das mache ich immer gerne. Ich bin sehr zufrieden.“ Doch nicht nur langjährige Sammler würden zu seinen Kunden zählen. Gerade auch junge Leute kaufen wieder Schallplatten, weil es im Trend liege.

"Man braucht nichts, aber man findet fast immer was"

Nach alten Sachen schaute sich auch Carolin Cimiotti wieder um. Kürzlich erst nach Lörrach gezogen, besuche sie den Cityflohmarkt zwar zum ersten, aber, wie sie sagt, nicht zum letzten Mal: „Das Tolle an Flohmärkten ist, dass man meistens nichts braucht, aber fast immer etwas findet, zum Beispiel Spielzeuge für die Kinder.“

Nur einmal spielt das Wetter nicht mit

Die SüMa Maier GmbH zeigte sich als Veranstalter auch sehr zufrieden mit der monatlichen Veranstaltung. Bei gutem Wetter boten in dieser Flohmarktsaison bis zu 140 Aussteller ihre Waren an und bei schlechtem Wetter sogar noch zwischen 70 und 80, wobei von acht Veranstaltungen dieses Jahr nur bei einer das Wetter nicht mitspielte. Aufgrund der positiven Resonanz ist die Firma schon mit der Stadt Rheinfelden im Gespräch und plant den Cityflohmarkt im März weiterzuführen.

Immer wieder Stoff für kreative Köpfe

Neben den Waren selbst bietet der Cityflohmarkt immer wieder neuen Stoff für kreative Köpfe. Einige Besucher ließen sich deshalb an den Ständen für Dekorier- und Bastelideen inspirieren, denn einige Aussteller boten neben Dekoartikeln und Blumen auch selbst gebastelte, genähte oder gemalte Dinge. Passend zum Herbst wanderte auch der ein oder andere Kürbis sowie selbstgebundene Kränze in die Einkaufstaschen der Besucher.