„Das Komponieren eines Marsches für eine Stadt ist ein heißes Eisen und eine Herausforderung. Man will ja, dass die Musik der Bevölkerung gefällt. Ich habe durchaus Druck gespürt“, schildert Schoenenberger mit einem Schmunzeln.

Im vergangenen Jahr spielte die Stadtmusik der Nachbarstadt den „Basler Marsch“ und den „Tiroler Marsch“. Bei beiden wird das jeweilige Heimatlied verwendet. Da tauchte bei den Mitgliedern die Frage auf, ob es auch ein Rheinfelder Heimatlied gibt, auf das sich ein neuer Marsch beziehen könnte. Denn sie wünschten sich schon lange eine eigene Erkennungsmelodie für die Stadtmusik. Zwar gibt es bereits zwei Märsche, die eng mit der Stadt verbunden sind, doch diese beruhen nicht auf einem Heimatlied.

Nach kurzer Nachforschung ist tatsächlich ein „Rheinfelder Lied“ aufgetaucht, das 1940 von Ernst Bröchin komponiert und von Hans Blum getextet wurde. „Es war schnell klar, dass sich die sehr eingängige Melodie des Liedes für einen Marsch eigenen würde“, schildert Schoenenberger. Auf Initiative von Dominik Baltzer, Präsident der Stadtmusik, und Stadtammann Franco Mazzi bekam Schoenenberger einen Kompositionsauftrag von der Adolf Roniger-Stiftung. Im Herbst 2017 begann er mit dem Komponieren. „Dabei war das Rheinfelder Lied der Keim, aus dem der Marsch entstand“, so Schoenenberger. Seit Mitte Januar wird das Stück geprobt. Den Text, der Hochdeutsch war, hat Benjamin Steiger ins Schweizerdeutsche übersetzt und angepasst.

So heißt es jetzt: „Rhyfälde mis Rhyfälde, chönt ohni dich nit si. Reis' ich dur witi Wälte, so öppis find ich nie. Das Städtli mit de Geisse, en Traum am schöne Rhy. Duet alli willkom' heisse, Rhyfälde du bisch mi.“ Das wird beim Jahreskonzertes auch gesungen. Schoenenberger hofft, dass sein Marsch Anklang findet und an offiziellen Anlässen gespielt wird: „Ich haben ihn der Stadtmusik auf den Leib geschrieben.“

Termin: Uraufführung am Samstag, 21. April, 20 Uhr, im Bahnhofsaal.