Rheinfelden Rheinfelder Einzelhandel im Blick

Beim Neujahrsempfang des Gewerbevereins Rheinfelden am Wochenende waren Stadtentwicklung mit Erscheinungsbild zentrale Themen. Insgesamt soll es bis 2025 23 000 Quadratmeter Verkaufsfläche geben.

Das Thema Innenstadt und ihre weitere Entwicklung stand im Mittelpunkt der Betrachtungen beim Gewerbeverein. Vorsitzender Gustav Fischer appellierte beim Empfang am Freitagabend an die Mitglieder aus Einzelhandel, Gewerbe und Dienstleistung, sich zu engagieren, und in den Anstrengungen um Attraktivität zur Kaufkraftbindung nicht nachzulassen. Bürgermeisterin Diana Stöcker sprach sich dafür aus, Kompromissfähigkeit zu entwickeln für den Bereich Fußgängerzone. Die Innenstadt gehöre nicht nur einer Interessengruppe.

Die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden erwies sich erneut als guter Gastgeber. Filialdirektor Klaus Schäuble eröffnete den Abend mit einem überschaubaren Teilnehmerkreis, zu dem auch die Vertreter der vier Fraktionen im Gemeinderat zählten. Dabei erinnerte er die Gäste, die noch unter dem zwiespältigen Eindruck von der Einführungsrede des neuen US-Präsidenten standen, dass es bei allen Schwierigkeiten viel Positives gebe, denn: „Uns geht es gut“ in der Region und der Stadt. Er appellierte an Zuversicht und mit Selbstvertrauen, Mut und Willen zu agieren. Mehr Gelassenheit und lösungsorientierte Diskussionen führen zu Konzepten, denen auch Taten folgen.

Keine neue Fußgängerzone

Der Vorsitzende Gustav Fischer betonte für den Gewerbeverein, dass ein „erfolgreiches bewegtes Jahr“ hinter Rheinfelden liege, aber „die Anstrengungen aller Beteiligten haben sich gelohnt“. Seine Anerkennung für privaten Einsatz, damit die Stadt „aus dem Tal der Tränen“ herauskommt, galt auch Rolf Brugger, der mit dem Hochrheincenter den „Zündfunken“ für die gute neue Entwicklung gegeben habe. Positiv bewertete Fischer die im Zentrenkonzept nachgewiesene gestiegene Kaufkraft in Rheinfelden.

Mit Blick auf geplante neue Geschäftsprojekte in der Güter- und Kapuzinerstraße appellierte er an die Stadtverwaltung, weiterhin „so aufgeschlossen“ zu begleiten und die Projekte „nicht einer Zäsur“ zu unterziehen. Fischer warnte vor einem „ständigen Zündeln mit der Fußgängerzone“. In der Festigungsphase des Hochrheincenters und vor Start in die zweite Bauphase sei dies ein „vergiftetes Geschenk.“ Er warnte davor, die Forderung Fußgängerzone zur „strukturellen Stärkung der Innenstadt hoch zu jazzen“.

Schwachstellen beseitigen

Dem Einzelhandel schrieb Gustav Fischer ins Stammbuch, die Zeit zu nutzen und sich den im „Zentrenkonzept dargelegten Schwachstellen“ zu widmen. Dazu gehören ansprechende Geschäftsfassaden, einheitliche Öffnungszeiten und Internetauftritte. Begrüßt wurde der Flächenzuwachs mit dem Gewerbegebiet „Einhäge“ im Sommer. Zufrieden kommentiert Fischer, dass die Diga auf Schloss Beuggen weitergeht, womit das Unternehmen Süma ein Alleinstellungsmerkmal für Rheinfelden geschaffen habe. „Wir sind gut, können aber noch besser“, betonte Bürgermeisterin Diana Stöcker im Fazit zur Strukturanalyse des Zentrenkonzepts.

Die Informationen bilden eine „wichtige Leitlinie bei der städtebaulichen Entwicklung“. Dabei vertrat sie auch eine klare Linie, wie die Innenstadt aussehen soll. Beim einem prognostizierten Verkaufsflächenwachstum auf 23 000 Quadratmeter bis 2025 sprach sich Stöcker für mehr Angebot aus. Deshalb müsse das „Gesamtpaket stimmen“. Ziel müsse deshalb sein: „eine Lösung, mit der alle leben können“. Das übergeordnete Interesse der Allgemeinheit sei dabei auszuhalten.

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