Mit der Einweihung der neuen, leuchtend blauen Kunststoff-Laufbahn im Rheinfelder Europastadion ist am Mittwochabend ein lang gehegter Wunsch der Leichtathletikabteilung des TV Rheinfelden in Erfüllung gegangen.

Künftig könnte auf der 260 000 Euro teuren Bahn der eine oder andere neue Rekorden aufgestellt werden. Dies zumindest wünschte sich Oberbürgermeister Klaus Eberhardt bei der Übergabe an alle in Rheinfelden vertretenen Laufclubs.

Beharrlichkeit zahlt sich aus

Zuvor dankte Klaus Eberhardt dem Abteilungsleiter der Leichtathletikabteilung des TV Rheinfelden, Thomas Rist, der sehr beharrlich auf die Erneuerung der alten maroden Laufbahn gedrängt hatte. Gleichzeitig lobte der Oberbürgermeister das Engagement der Rheinfelder Leichtathleten, die mit dem Nachmeeting sowie anderen namhaften Leichtathletikveranstaltungen auch eine große Wirkung nach außen erzeugten und dem Leichtathletiksport in den Mittelpunkt stellten.

OB Klaus Eberhardt betonte in diesem Zusammenhang, dass von Seiten der Stadt nach dem Bau zweier Kunstrasenplätze für den Fußballsport nun auch die infrastrukturellen Verbesserungen für den Leichtathletiksport in Angriff genommen werden mussten. Man habe die Leichtathleten mithin keinesfalls benachteiligen wollen. In Bezug auf die blaue Farbe sagte Eberhardt, diese passe sehr gut zur blauen Farbe der Europa-Fahne, insofern würde die Farbe auch gut ins Europastadion passen.

Auch Schulen profitieren

Dieter Wild, Vorsitzender des Stadtsportausschusses, unterstrich indes, dass die neue Laufbahn auch von den Schulen genutzt werde. Zur Einweihung am Mittwoch hatte er alle laufaffinen Rheinfelder Clubs eingeladen, während er dem TV Rheinfelden in Sachen Leichtathletik das Heimrecht im Europastadion attestierte. Dankesworte richteten alle Beteiligten an die Planer und die beteiligten Firmen. Sie hätten eine sehr gute Arbeit geleistet. Thomas Rist fügte an und erklärte, dass allein schon das Zusehen beim Auftragen der neuen Laufbahn faszinierend gewesen sei.

Neue Laufbahn über der alten

Die neue, 6100 Quadratmeter umfassende Laufbahn samt den Nebenflächen, wurde im sogenannten Retopping-Verfahren aufgebracht. Dabei haben Arbeiter einer Spezialfirma das Material der neuen auf das der alten, das davor sorgfältig gereinigt wurde, aufgebracht. Statt rotem wurde dabei blaues Gummi-Granulat verwendet. Neben der Laufbahn gibt es auch neue Sprungmatten und ein neues Netz für die Diskuswerfer. Die Investitionskosten belaufen sich auf 260 000 Euro, 77 000 Euro wurden vom Land im Rahmen von Fördermitteln des Kultusministeriums erstattet.