Neben 15 gewerblichen Beherbergungsbetrieben wie Hotels und Pensionen finden sich in Rheinfelden auch eine Menge privater Unterkünfte. Ein großer Teil davon sind bei der Tourist-Info gemeldet. 42 Gastgeber bieten dort insgesamt 54 Ferienwohnungen an. Die sind gefragt, nicht nur von Urlaubern.

Ansprechpartner für Urlauber und Firmen

„Wir bekommen jeden unter, der bei uns nach Übernachtungen anfragt“, sagt Corinna Steinkopf, die Leiterin der Tourist-Info. Dabei ist die Einrichtung in der Karl-Fürstenbergstraße 17 nicht nur Ansprechpartner für Urlauber, sondern auch für Firmen. Bauarbeiten müssen ausgeschrieben werden. Geht der Zuschlag an ein auswärtiges Unternehmen, muss das sich um Unterkünfte für die Arbeiter kümmern. „Es gibt Gastgeber, die sich darauf spezialisiert haben, diesen Monteursbedarf für etwa drei Monate zu stillen“, so Steinkopf. Andere Gastgeber würden sich keine so langfristigen Bewohner wünschen.

Die Tourist-Info in Rheinfelden zeigt den Wasserturm.
Die Tourist-Info in Rheinfelden zeigt den Wasserturm. | Bild: Ralf H. Dorweiler

Mehrere Anbieter wollen keine Hunde

Das Angebot in Rheinfelden ist mit 42 gemeldeten Gastgebern übersichtlich genug, dass die Mitarbeiter der Tourist-Info wissen, in welchem Fall Gastgeber und Gast ideal zusammenpassen könnten. Zum Beispiel beim Familienbesuch, den man nicht in der Zweifamilienwohnung unterbringen kann. Es kann auch zu ungewöhnlicheren Situationen kommen, etwa einem Paar, dessen Wohnung nach einem Wasserrohrbruch zeitweise unbewohnbar geworden war. Schwieriger wird es, wenn noch Haustiere im Spiel sind. Mehrere Anbieter wollen keine Hunde, andere erlauben sie explizit. Ist im Gastgeberverzeichnis kein Hundepiktogramm zu sehen, kann man anfragen. Eine Familie mit einem Chihuahua wird dann wohl bessere Chancen haben als wenn zwei Bernhardiner mitreisen.

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Für eine Übernachtung ist‘s besser im Hotel

Ferienwohnungen sind meist keine Angebote für eine Nacht. Kommen Radfahrer, die am nächsten Morgen weiterradeln wollen, schickt Steinkopf die eher in ein Hotel. Im Jahr 2018 gab es in den 15 gewerblichen Beherbergungsbetrieben, die insgesamt 568 Betten bieten, 65 163 Übernachtungen von 29 621 sogenannten Ankünften, also Personen. Das ergibt eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer in den Hotels von 2,2 Tagen und eine Auslastung der Betten von 32,6 Prozent. Diese Daten müssen von gewerblichen Beherbergungsbetrieben an das statistische Landesamt gemeldet werden.

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Aufenthaltsdauer von 9,5 Tagen im Schnitt

Um auch Zahlen über die privaten Übernachtungen zu erfahren, fragt die Tourist-Info bei den Gastgebern nach. 2500 Gäste brachten es 2018 in diesem Bereich auf 24 000 Übernachtungen, was eine Aufenthaltsdauer von 9,5 Tagen ergibt. Der Schnitt wird von Montagewohnungen hochgetrieben.

Nicht alle sind bei der Tourist-Info gemeldet

Nicht alle Gastgeber sind bei der Tourist-Info gemeldet. Es gibt auch Angebote auf diversen Unterkunfts-Portalen im Internet, etwa Airbnb, Wimdu, booking.com, ferienwohnungen.de, fewo-direkt und vielen anderen. Die meisten der Vertriebsportale arbeiten mit der Software der Tourist-Info zusammen. Wird als ein Angebot bei einem Anbieter gebucht, wird der entsprechende Zeitraum auch in der Tourist-Info als besetzt dargestellt. Offenbar sind viele Angebote mehrfach gelistet, weil man gefunden werden will. „Ich habe mal nachgeschaut und bei Airbnb elf Angebote gefunden“, sagt Steinkopf. Fünf davon waren auch bei der Tourist-Info gelistet.

Sieben sind nach dem Sternesystem klassifiziert

Von den 42 gelisteten Gastgebern haben sieben ihre Ferienwohnungen nach dem Sternesystem des Deutschen Tourismus-Verbands klassifizieren lassen. Die einzige Viersterne-Bewertung hat Erika Sutter aus Minseln für ihre 79 Quadratmeter große Ferienwohnung bekommen. Die 80-Jährige hat die Wohnung 2003 komplett neu eingerichtet und seither immer wieder aktualisiert. In der Küche könnte man aufwändige Menüs zaubern. „Meine Gäste müssen nur das Essen mitbringen, sonst ist alles da, was man brauchen könnte“, ist Sutter sicher.

28 verschiedene Familien bei den Sutters

Sie vermietet eigentlich nur an Privatpersonen. 2018 waren 28 verschiedene Familien da, bisher sind es im laufenden Jahr bereits 13. „Manchmal fahren die einen Samstagsmorgens ab und die anderen kommen am Abend an“, sagt sie. Da ihr Sauberkeit außerordentlich wichtig ist, muss sie sich mit der Hilfe ihrer Tochter dann beeilen, die Reinigung vorzunehmen.

Bild: Aycatcher - stock.adobe.com

Eine schlechte Erfahrung mit Monteuren

Eine einzige negative Erfahrung fällt Sutter ein: Vor zwei Jahren hatte sie erstmals Monteure aufgenommen. Die Firma ging irgendwann während des Aufenthalts insolvent und zog die Mitarbeiter wieder ab. Das Geld für die Unterkunft blieb bis heute aus. „Sonst ist es wie immer im Leben“, sagt Sutter. „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder hinaus.“

Infoportal: Die Übersicht über die bei der Stadt gelisteten Ferienwohnungen gibt es im Internet (www.tourismus-rheinfelden.de).