Am 14. Juli soll eine große Konferenz in der Stadt stattfinden. Dafür wurden bereits Befragungen von Personen und Institutionen vorgenommen.

Die Stadt entwickelt ein Integrationskonzept zur Weiterentwicklung der kommunalen Integrationsarbeit, das sich an mehreren Leitzielen der Stadt orientiert. Am 14. Juli soll eine große Integrationskonferenz stattfinden als Plattform zur Darstellung der bisherigen Aktivitäten in der Stadt und Impulsgeber für eine künftige Integrationsstrategie.

Bianca Schnober von der „Organisationsberatung Imap change and culture“, die das Konzept mit der Stadt entwickelt, stellte die Leitlinien in der Sitzung des Technischen Ausschusses vor: „Unsere Stadtgemeinschaft integriert Lebensstile." "Wir schätzen unsere Vielfalt und lernen voneinander" und "Wir intergrieren und betreuen alle Bevölkerungsgruppen." Dabei betonte sie, dass sich die Integration nicht rein auf die von Flüchtlingen beziehe. Auch etwa die Inklusion von Menschen mit Behinderung werde betrachtet.

Die Erstellung des Integrationskonzepts wird vom Land gefördert. Das Projekt dauert zwei Jahre.Es soll einen strategischen Rahmen für die Integrationsarbeit geben und ständig an neue Gegebenheiten angepasst werden.

Schnober stellte dar, dass zunächst eine Steuerungsgruppe gebildet wurde, der Bürgermeisterin Diana Stöcker, die Leiterin des Amts für Familie, Jugend und Senioren, Cornelia Rösner, die Integrations-und Flüchtlingsbeauftragte Jacqueline Zeng angehören. Aktuell wurde bereits eine Bestands- und Bedarfsanalyse abgeschlossen. Im Januar wurden dafür 20 qualitative Befragungen mit Personen und Institutionen vorgenommen, die von der Steuerungsgruppe vorgeschlagen wurden. Auch eine Online-Befragung mit 60 Teilnehmern fand statt. Ausschussmitglied Regina Wessely fragte nach, ob es nicht sinnvoll wäre, auch Bürger zu befragen, die nicht direkt mit dem Thema Integration zu tun hätten. Diana Stöcker stimmte dem zu. Allerdings gehört dieser Schritt noch etwas in die Zukunft. Am 14. Juli soll – voraussichtlich im Jugendhaus – etwa einen halben Tag lang die Integrationskonferenz stattfinden, bei der auch die breite Bevölkerung eingebunden werden soll. Zudem sollen auch per Zufall ausgewählte Bürger eine Einladung erhalten.

Neben dieser Veranstaltung hat das Projekt Integrationskonzept noch eine Menge anderer Bausteine. Geplant ist etwa ein Strategie-Workshop zur Erarbeitung eines gemeinsamen Zielverständnisses und der Schwerpunkte der Integrationsstrategie. In Themenforen sollen die Beschlüsse vertieft werden mit dem Ziel von mess- und umsetzbaren Maßnahmen. „Am Ende soll ein Maßnahmenkatalog für die kommende Zeit stehen, der mit Prioritäten die Reihenfolge des Handelns bestimmt“, sagte Schnober.