Reinhard Börner ist am Freitagabend als Ortsvorsteher von Eichsel verabschiedet worden. Der Ortschaftsrat hatte zur Feier eingeladen, bei der zahlreiche Weggefährten seine kommunalpolitische Arbeit, soziale Kompetenz, seine sportlichen Erfolge und seine menschlichen Qualitäten würdigten. Auch humorvolle Anekdoten waren zu hören. Die Blaskapelle Eichsel unter der Leitung von Frank Schlesselmann sorgte mit Musik für Stimmung.

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt zollte Börner für sein Wirken Respekt, auch sein Nachfolger, Ortsvorsteherkollegen, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Vertreter der Vereine sowie seine Familie, erwiesen ihm die Reverenz. Eberhardt sagte: „Ganz herzlichen Dank für die Arbeit in unserem Gemeinwesen. Es ist ein Segen, dass Du uns als Gemeinderat weiterhin erhalten bleibst.“

Zuvor fasste Eberhardt zusammen, dass Reinhard Börner, ein Realist, strategisch denkend und immer gut aufgestellt ist. Sein Charakter habe sich in seinen politischen Mandaten widergespiegelt: Freundlich und verbindlich, verständnisvoll gegenüber anderen Personen und Inhalten mit einem hohen Maß an Aufgeschlossenheit. Eberhardt: „Durch seine Koppelung des Amts Ortsvorsteher mit Gemeinderat konnten auch Positionen des Rathauses vertreten werden. Hierbei war er vermittelnd und stets lösungsorientiert.“

Der OB hob sein großes Engagement für die Stadt, auch im Sport, die Dinkelberginitiativen und die Vertretung der Belange der Gastronomie sowie seine Tourismusfunktion des Dinkelbergs hervor. Humorvoll gab Eberhardt preis, dass der Eichsler Ironman of Hawaii liebevoll auch „Iron-Börni“ genannt wird.

Schwarzen Humor bewies Adelhausens Ortsvorsteherin Silvia Rütschle, die im Namen der Ortsvorsteher das Wort ergriff: „Eichsel und Adelhausen sind immer miteinander verbunden und jeder Adelhausener wird einmal ein Eichsler.“ (Der Hintergrund: Die Ortsteile haben einen gemeinsamen Friedhof in Eichsel.) Von einem „immer guten Umgang des dörflichen Miteinanders“ sprach Börners Nachfolger Stefan Eckert. Dabei hob er Themen seiner Arbeit, wie Mitorganisation Eichsler Umgang, mythische Orte, Biotop Mägdebrunnen, Spielplatz, Silvesterausstellung und Konzerte sowie die Beleuchtung des Mammutbaumes, hervor.

Reinhard Börner erklärte, dass diese Karriere gar nicht so einfach war in Eichsel, denn er kam als Fremder auf den Dinkelberg. Doch: „Mit der Zeit wurde ich akzeptiert und aufgenommen und ich bin stolz, dass ich Eichsel als Ortsvorsteher dienen durfte“.