Herten – Der Bebauungsplanentwurf Sengern ist auf einem guten Weg und traf auf Zustimmung im Hertener Ortschaftsrat. Auf dem Areal, das die Stadt ursprünglich für die Ansiedlung des Zentralklinikums des Kreises angeboten hatte, will sich nun der Pharmadienstleiter Fisher Clinical Services ansiedeln.

Frühere Überlegungen bieten gute Grundlage

Für die im Flächennutzungsplan schon für Gewerbe ausgewiesene Fläche Rheinfelden-Süd I wurden schon vor eineinhalb Jahren Überlegungen angestellt, als es um den Bau des neuen Kreiskrankenhauses ging. Für die Erstellung des Bebauungsplans Sengern bot das eine gute Grundlage, erklärte Christiane Ripka, Leiterin der Stadtplanungs- und Umweltabteilung, bei der Vorstellung der Ergebnisse der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung. Entstehen soll ein klassisches Gewerbegebiet, das über die B 34 erschlossen werden soll, aber auch an die Marie-Curie-Straße und die Earl-H.-Wood-Straße anschließt. Die Einfahrt an der B 34 soll gegenüber der Einfahrt der Kläranlage entstehen.

Leichte Änderungen der Abgrenzung

Im Zuge der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung kam es zu leichten Änderungen der Gebietsabgrenzung. Das Gebiet ist etwa zwölf Hektar groß und der Anteil der Gewerbeflächen beträgt 76 Prozent. Entgegen der ursprünglichen Planung wird das Planungsgebiet nicht von zwei, sondern von einer Straße im nördlichen Bereich durchzogen. „Ich bin ein bisschen enttäuscht“, meinte Ripka. „Der Plan sieht so einfach aus. Man sieht ihm nicht an, wie viel Arbeit darin steckt.“ Dabei wurde im Vorfeld mit den Behörden alles abgestimmt und die Unterlagen seien so umfangreich, wie sie es noch nicht erlebt hat, meinte Ripka. Der Plan konnte auch so schnell erstellt werden, da die Stadt für den Ausgleich teilweise auf das Ökokonto zurückgriff.

Stadt besitzt 88 Prozent der Grundstücke

Die Stadt verfügte im Planungsgebiet schon über 88 Prozent der Grundstücke und parallel wurde mit dem Umlegungsverfahren begonnen. Ripka erklärt, dass das Verfahren gut verlaufe. Betroffen sind fünf private Eigentümer sowie die Deutsche Bahn mit einem Grundstück an den Gleisen. Ripka sagte, dass es bei dem Bahngrundstück gut für eine Freistellung aussehe. Innerhalb des Gebietes gibt es eine Zweiteilung der Gewerbeflächen. Im südlichen zur Bundesstraße gelegenen Bereich, in den die Firma Fisher einzieht, gelten 17 Meter als Grenze der Bauhöhe, während im nördlichen Bereich 15 Meter als Grenze festgesetzt wurden. Im nördlichen Gebiet können auch Satteldächer gebaut werden, während im südlichen Bereich nur Pult- oder Flachdächer entstehen dürfen.

Seitens der Ortschaftsräte gab es Diskussionen um eine fehlende Umsetzung der Grünplanungen in bisherigen Gewerbegebieten durch die Bauträger und mangelnde Kontrollen durch die Stadtverwaltung.

Zudem wurde das Fehlen von Lkw-Stellplätzen im schon gestellten Bauantrag der Firma Fisher bemängelt. Ripka verwies hier auf die Straße durch das Planungsgebiet, wo die Stadtverwaltung vorsorglich öffentliche Lkw-Stellplätze eingeplant hatte. Sie verwies darauf, dass diese Frage aber mit dem entsprechenden Bauantrag zu behandeln sei. Der Ortschaftsrat stimmte dem Lösungsvorschlägen der Verwaltung zu den Anregungen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung zu und fasste den Auslegungsbeschluss. Der Entwurf wird am Donnerstag im Bau- und Umweltausschuss behandelt.