Rheinfelden Pläne für Hotel auf dem Gelände der Holzhandlung Traub

Für das Gelände der früheren Holzhandlung Traub liegt dem Ortschaftsrat Karsau eine Anfrage für einen Beherbergungsbetrieb vor.

Die weitere Nutzung des Geländes der ehemaligen Holzhandlung Traub beschäftigt den Ortschaftsrat schon länger. Nach mehreren abgelehnten Bauanträgen wurde dem Gremium in der Sitzung am Dienstag nun der Antrag für ein Hotel vorgelegt. Die Reaktionen waren durchwachsen.

Für das Gelände des früheren Holzhandels in der Traubenstraße waren schon Anfragen für ein Mehrfamilienhaus und ein Spielkasino eingegangen, auch Gerüchte um eine dichte Bebauung mit 18 Reihenhäusern kamen vorübergehend auf. Nun lag dem Ortschaftsrat eine Bauvoranfrage für einen Beherbergungsbetrieb mit 42 Zimmern zur Kenntnisnahme vor.

Christian Rooks, Leiter der Baurechtsabteilung, führte aus, dass das Hotel in zwei Gebäuden mit zwei Vollgeschossen, Kellergeschoss und zwei ausgebauten Dachgeschossen an der Stelle des bestehenden Gebäudes der Holzhandlung und an der Stelle des 2015 bauvorbeschiedenen Mehrfamilienhauses geplant sei. Die beiden Baukörper sollen durch einen niedrigeren Erschließungstrakt verbunden werden. Eine Bewirtung der Hotelgäste in einem Frühstücksraum sei geplant, jedoch keine öffentliche Gaststätte, so Rooks.

Für das Gebiet liegt kein Bebauungsplan vor. Die Baurechtsabteilung hat das Gebiet als Wohngebiet bewertet, auch eine Bewertung als Mischgebiet wäre möglich gewesen. In einem Wohngebiet kann ein Hotel eröffnet werden, wenn keine öffentlich-rechtlichen Interessen betroffen sind. Da ausreichend Stellplätze unterhalb der Gebäude, der Beuggener Straße zugewandt, geplant sind, hat Rooks bezüglich des Straßenverkehrs keine Bedenken. Firsthöhe und Traufhöhe seien ähnlich wie bei der gegenüberliegenden Wohnbebauung. „Vom Maß her fügt es sich ein“, so Rooks Einschätzung.

Ortschaftsrat Stephan Rutner (CDU) warf ein, dass aufgrund des allgemeinen Wohnmangels eine Wohnbebauung wünschenswert wäre, und er den Eindruck habe, hier werde wieder einem Investor entgegengekommen. Christian Rooks führte aus, dass nun mal ein Antrag für ein Hotel eingegangen sei, und die Baurechtsabteilung diesen bearbeiten müsse. Er wies daraufhin, dass das Gebiet schon als Wohngebiet bewertet wurde, wenn aber Ausnahmen zulässig seien, diese auch erlaubt werden müssten.

Ortschaftsrat Uwe Wenk (SPD) fand die Voranfrage gar nicht übel, da die Planung den bestehenden Gebäuden ähnlich sei und auch genügend Stellplätze geplant seien. „Die Lösung ist mir sympathischer als andere Anfragen“, meinte Wenk und verwies darauf, dass nebenan der Festplatz des Ortsteils liegt, worauf der Bauherr aufmerksam gemacht werden sollte.

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