Großer Andrang beim Tag der offenen Tür im Schlosshotel Beuggen: Viele Besucher nutzten am Sonntag die Gelegenheit, die umgebauten Hotelzimmer und das Restaurant in Augenschein zu nehmen. Eigentümer Kai Flender versicherte, dass das Schloss der Öffentlichkeit bei verschiedenen Anlässen zugänglich sein soll.

Im Eingangsbereich des Erdgeschosses und im ersten Stock des Schlosses gab es kaum ein Durchkommen. Zahlreiche Besucher drängten sich beim Tag der offenen Tür durch das Schloss, um einen Blick auf die neuen Hotelzimmer und das Restaurant zu werfen. Gleich hinter der Eingangstür wurden alle mit einem Glas Bowle empfangen. Viele zogen auf eigene Faust los und besichtigten die geöffneten Räume.

Im Restaurant eröffnete Flender den Tag der offenen Tür mit einer symbolischen Schlüsselübergabe an Hotelbetreiber Christian Herzog. Flender führte aus, dass er am 17. Dezember die Schlüssel bekommen hatte und der Umbau nur so schnell und reibungslos laufen konnte, da die Planung schon ein Jahr im Voraus begonnen hatten. „In der Umbauphase stecken 12 000 Arbeitsstunden“, zählte Flender auf. Das Hotel hatte am 6. März mit 30 Zimmern und 50 Betten eröffnet. Die erste Übernachtung hatte allerdings schon am 26. Februar stattgefunden, während des Umbaus.

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt schenkte Flender und Herzog Regenschirme. „Die Schirme stehen dafür, dass wir Sie nicht im Regen stehen lassen, und sagen auch: Lassen Sie uns nicht im Regen“, meinte Eberhardt. Er lobte, dass das Hotel mit Sachverstand und Respekt für das Schlossambiente realisiert wurde. „Aus Sicht der Stadt muss ich klipp und klar sagen, dass das eine gute Lösung ist“, so Eberhardt. Über den Schlosspark wolle er aber nochmal in Ruhe sprechen. Wie berichtet, hatte Flender die bislang freien Zugänge zu dem Areal abgeschlossen und damit für großen Unmut bei denjenigen gesorgt, die den Schlosspark als Freizeitoase genutzt hatten.

Der Kritik entgegnete Flender, dass das Schloss zu verschiedenen Veranstaltungen für die Öffentlichkeit zugänglich sein werde. Für 2017 seien schon drei Märkte geplant, langfristig wolle er die Anzahl noch steigern. Zur Besichtigung teilten Flender und Herzog die Besucher in zwei Gruppen auf. Die Besucher konnten zwei Einzelzimmer und eine Vier-Personen-Suite in Augenschein nehmen. Auch der Bagnatosaal war geöffnet und zum Abschluss der Führung sprach Pfarrer Gernot Meier von der Evangelischen Landeskirche im Rittersaal einen geistlichen Impuls für den Neuanfang des Schlosses.