Rheinfelden (ibö) Es liegt schon ein paar Jahre zurück, als der Gemeinderat einen Realisierungswettbewerb für die Neugestaltung der Rheinbrückstraße vornahm, um den Eingang der Stadt an der alten Rheinbrücke und Grenze zur Schweiz innerhalb von zehn Jahren zu verändern. Vorausgegangen war diesem Prozess, dass es keinen Durchgangsverkehr auf dieser Achse zwischen beiden Rheinfelden gibt.

Gremium gibt grünes Licht

In diesem Jahr soll das Projekt Fortschritte machen. Dazu sind mehrere Schritte eingeleitet. Für das bestehende Zollareal läuft ein Planungswettbewerb an, für den vor wenigen Tagen der Bau- und Umweltausschuss grünes Licht gab. Das Neubauprojekt steht vor allem im Zeichen öffentlicher Nutzung. Unter diesem Gesichtspunkt erklärt sich die Bundesimmobilienverwaltung, der das Zollhaus noch gehört, bereit, das Gelände am Rheinufer an die Stadt zu verkaufen.

Die Aufgabenstellung umfasst deshalb gastronomische Nutzung, öffentliche Toiletten und die Büros des Zolls. Damit rückt auch die Umgestaltung der Rheinbrückstraße näher. Die soll, sobald auch das letzte Eckgrundstück des Adelbergs bebaut ist, erfolgen. Der Planungsauftrag auf der Basis des Preisträgerentwurfs des Büros Lohrer (München) ist erteilt, merkt Bauamtsleiter Wolfgang Lauer an. Der Entwurf sieht vor, dass der heutige beampelte Kreuzungsbereich Rheinbrückstraße/Basler Straße/Rudolf-vogel-Anlage/Nollinger Straße sich zu einem Kreisverkehrsplatz wandelt. Die Rheinbrückstraße soll dabei verkehrsberuhigte Züge erhalten. 2021 soll es an die Realisierung gehen.

Darüber hinaus engagiert sich das Stadtbauamt, angelehnt an die Ergebnisse des Masterplans, für eine planerische Grundlage, um innerstädtische Geschäftslagen sinnvoll zu bündeln. Dieses Instrument soll helfen, die Entwicklung der Innenstadt zu steuern. Es soll Einzelfallentscheidungen vorbeugen, die wie zuletzt beim Überplanen des Teelädeli-Areals in der Fußgängerzone für kontroverse Diskussion sorgten. Das Konzept, das in eine verbindliche Bauleitplanung münden soll, wird auch in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein entstehen, erklärt Lauer.