Herten – Später, als es normalerweise der Fall gewesen wäre, hat Erik Fiss vom Gebäudemanagement die Hertener Ortschaftsräte über energetische Sanierungsmaßnahmen an der Scheffelschule informiert. Für Diskussionen sorgte zudem eine notwendige Brandschutzdecke in der Schule, die für den Ganztagesbetrieb umgerüstet wird. Die neue Mensa soll in diesem Herbst fertig werden.

Die Ortschaftsräte Herten erfuhren erst in der öffentlichen Sitzung am Montag vom Leiter des Amtes für Gebäudemanagement, Erik Fiss, über die energetischen Sanierungsmaßnahmen sowie die Vergabe der Gipserarbeiten für die Ganztages-Grundschule. Fiss hatte sich dafür bereits schriftlich Anfang Mai bei der Hertener Ortsvorsteherin Sabine Hartmann-Müller entschuldigt und um Verständnis geworben, ausnahmsweise eine nachträgliche Information zu akzeptieren. Als Grund dafür nannte er, dass in Bezug auf den Bauablauf und die beantragten Fördermittel in Höhe von 200 000 Euro noch einige Dinge abgeklärt werden müssten. Diese Abklärungen hätten erst am 19. April abgeschlossen werden können, so Fiss.

Die Vorlage für die Sitzung des Ortschaftsrates konnte somit erst am 24. April fertiggestellt werden – zu spät für die Sitzung am 23. April. Da im Mai keine Ortschaftsratssitzung stattfand, ging Fiss nun am Montag auf die Details ein.

Die Innenputz-, Trockenbau und der Malerarbeiten, die wegen des Umbaus zum Ganztagsbetrieb nötig werden, wurden an ein Unternehmen aus Grenzach-Wyhlen vergeben. Das Unternehmen war mit seinem Angebot für die ausgeschriebenen Arbeiten über 40 000 Euro preisgünstiger als ein Bieter aus Rhodt unter Rietberg.

Für Diskussionen im Ortschaftsrat sorgte indes die Tatsache, dass nun zwischen der geplanten Mensa und den darüber liegenden Hallenräumen auch noch eine Brandschutzdecke eingezogen werden muss. Daher mussten die Kosten auf 102 800 Euro nach oben korrigiert werden.

Mit einem Eigenanteil der Stadt in Höhe von rund 700 000 Euro schlagen derweil die energetischen Sanierungsmaßnahmen zu Buche. Davon betroffen ist einerseits das Dach der bisherigen Schule und künftigen Ganztagesgrundschule, das als Dacheindeckung eine nicht Metalleindeckung aus vorgefertigten Aluminiumprofiltafeln erhalten soll. Erik Fiss verwies darauf, dass durch die Wärmedämmung mit Holzweichfaserplatten eine vorteilhafte Phasenverschiebung beim sommerlichen Wärmeschutz erreicht werde, sich die Räume als nicht so schnell aufheizen.

In Bezug auf die Heizung für die neue Ganztagsgrundschule sagte der Leiter des Amtes für Gebäudemanagement, dass dafür eigens ein neuer ebenerdiger Heizraum gebaut werde. Die darin zu installierende Heizanlage werde so konzipiert, dass die Beheizung des gesamten Gebäudekomplexes, das heißt der Scheffelhalle und der Schule, ermöglicht wird. Im Heizraum selbst werde dazu ein Pellet-Heizkessel samt Pufferspeicher sowie ein Gas-Spitzenlastkessel aufgestellt sowie eine neue Verteilung installiert.

Erfreut zeigten sich die Hertener Ortschaftsräte aber vor allem darüber, dass die geplante Mensa im Untergeschoss des Gebäudes zum Schuljahresbeginn in diesem Herbst fertiggestellt werden soll. Erik Fiss versprach indes, dass auch die übrigen Arbeiten zügig weitergehen und keine geplanten Unterbrechungen eintreten werden.