Schon oft habe die Stadt Anfragen bekommen, als Veranstaltungsort für eine Verbrauchermesse zu fungieren, doch noch nie sei es zu konkreten Verhandlungen gekommen, sagt Rheinfeldens Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. Bis Regina Rieger an die Tür des Rathauses klopfte. Die Messeveranstalterin aus Raststatt habe Klaus Eberhardt und Elmar Wendland, den Wirtschaftsförderer der Stadt, mit ihrer "zupackenden und professionellen Art" sofort überzeugt. "Wir stellen ihr gerne unser Areal zur Verfügung", sagt der OB und meint damit das Tutti-Kiesi, wo ab Freitag bis Sonntag die erste Dreilandmesse stattfindet.

Regina Rieger konnte in Rheinfelden auch mit guten Referenzen punkten. Seit sieben Jahren richtet die erfahrene Veranstaltungsfrau in Tiengen im Nachbarkreis Waldshut die Messe am Hochrhein aus. "Ich habe eine ganze Menge Aussteller in Tiengen, die sich einen weiteren Messestandort an der Rheinschiene gewünscht haben", erklärt sie die Initialzündung für die neue Dreilandmesse. Künftig will sie die beiden Messen in Tiengen und Rheinfelden im jährlichen Wechsel ausrichten.

Seit zwei Jahren laufen die Vorbereitungen für die Dreilandmesse. Insgesamt 238 Aussteller hat Regina Rieger dafür zusammen getrommelt. Einer davon ist Holger Amann von der Hery GmbH aus Rheinfelden, bei dem Rieger eigentlich nur einen WC-Container mieten wollte, ihn aber dann als Teilnehmer gewinnen konnte. "Wir sind seit fünf Jahren in Rheinfelden, haben überregional in Deutschland und der Schweiz viele Kunden, aber in Rheinfelden sind wir weitestgehend unbekannt", sagt der Geschäftsführer, der die Dreilandmesse als gute Plattform sieht, Kunden, aber auch Mitarbeiter für seine Containervermietung zu finden.

Dass die Messe auf drei Tage beschränkt ist, sieht Rieger als Vorteil für die Aussteller: "Unternehmer bleiben nicht lange vom Tagesgeschäft fern", sagt sie und fügt hinzu: "Lieber kurz und knackig als zehn Tage." Mit dem Schwerpunkt "Beruf und Karriere" betritt auch sie Neuland. "Das hebt die Dreilandmesse von anderen Verbrauchermessen ab", sagt sie. Eines der Unternehmen, das sich präsentiert, ist der Weltmarktführer in der Vitaminproduktion, die Firma DSM aus Grenzach-Wyhlen. "Wir wollen aber keine Vitamine verkaufen, sondern Mitarbeiter finden", sagt Ausbildungsleiter Thomas Wiedenbauer. Für 2018 sucht das Unternehmen 23 Azubis. Und diese Suche gestalte sich "zunehmend schwieriger".

Auch Elmar Wendland weiß: "Das Thema Fachkräftesicherung wird für Unternehmen immer wichtiger." Die Stadt Rheinfelden wird sich bei der Messe ebenfalls als Arbeitgeber vorstellen, ebenso wie der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga und die Volkshochschule Rheinfelden, die über Weiterbildungsmöglichkeiten und Förderprogramme informiert. Um Arbeitgeber und künftige Auszubildende zusammen zu bringen, findet am Sonntag ab 11.30 Uhr in Halle 4 ein sogenanntes Speed-Dating statt: In einem zehnminütigen Gespäch können junge Menschen auf der Suche nach einem Beruf bei einem Unternehmer oder Personalchef auf sich aufmerksam machen.

Die Themen Bauen, Gesundheit, Tourismus sowie ein buntes Unterhaltungsprogramm runden das Leistungsspektrum der ersten Dreilandmesse ab. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt ist überzeugt: "Das wird gut gehen."

Die Dreilandmesse

  • Angebot: 238 Aussteller aus unterschiedlichen Bereichen präsentieren sich in sechs Hallen, außerdem gibt es ein Rahmenprogramm mit Musik, Tanzeinlagen, Kochshows und vielem mehr.
  • Öffnungszeiten: Freitag und Samstag, 20. und 21. Oktober, von 10 bis 18 Uhr, Sonntag, 22. Oktober, 11 bis 18 Uhr.
  • Veranstaltungsort: Festplatz im Tutti-Kiesi in Rheinfelden.
  • Eintritt: Die Tageskarte für Erwachsene kostet sieben Euro, Schüler, Studenten, Rentner und Schwerbehinderte zahlen ermäßigt fünf Euro.Das komplette Programm im Internet:www.dreilandmesse.de