Es geht wirtschaftlich aufwärts. Davon zeigt sich Elmar Wendland überzeugt. Dafür sprechen die Entwicklungen in den Gewerbe- und Industriegebieten „Sengern“ und „Einhäge“, aber auch die Situation im Einzelhandel. Schieflagen und große Probleme macht der Wirtschaftsförderer nicht aus.

Letzte Angebotslücken sollen geschlossen werden

Die WST wird sich aber für die Innenstadt als Berater und Vermittler engagieren, um das Zentrenkonzept mit Leben zu füllen und letzte Angebotslücken zu schließen. Nachdem 2018 keine Rückschritte und eine Tendenz zur Normalisierung beobachtet wird, erfolgt der Start in positiver Grundstimmung. Aus Wendland Sicht hat sich die Lage im Einzelhandel auf hohem Niveau stabilisiert. Große Aktivitäten kündigen sich in der Güterstraße an. Nach einem Jahr Funkstille erwartet die Wirtschaftsförderung die neue Konzeption für das Dienstleistungs- und Geschäftszentrum mit Hotellerie, um unterstützend zur Seite zur stehen.

Bindeglied in der städtebaulichen Entwicklung

Das so genannte Afshar-Projekt gilt als Bindeglied in der städtebaulichen Entwicklung, zwischen Oberrheinplatz und Güterstraße. Diskutiert wurde im vergangenen Jahr viel, was aus der Friedrichstraße wird. Für die WST geht es in diesem Jahr darum, ein Konzept für die Außendarstellung mitzuentwickeln. Für Wendland heißt das auch mehr Marketing, um im Online-Shopping weiter zukommen. Noch immer sieht er ein Drittel der Geschäfte nicht mit einem Auftritt im Netz vertreten. Um Bewegung zu entwickeln, wird die WST den Einzelhandel in einer Vortragsreihe mit Tipps begleiten, in denen Experten kompakt ihre Erfahrungen weitergeben.

Es gibt auch immer wieder mal Sorgenkinder

Insgesamt stimme zunächst positiv, dass Rheinfelden über viele inhabergeführte Geschäfte verfüge. Damit hebe sich die Stadt ab von Orten, in denen nur Filialketten das Bild bestimmen. Und dass keine weiteren Flächen freigeworden sind, wertet Wendland ebenfalls als ermutigend. Dennoch sieht er immer mal wieder Sorgenkinder: "Wenn Besitzer ihre Ladenlokale zu schnell wieder füllen, nur damit die Einnahmen erhalten bleiben." Wo zuletzt Überangebote kritisiert wurden, sieht Wendland inzwischen wieder Normalisierung, die der Markt regle. "Der Boom ist vorbei beim Thema Nagelstudios, Döner-Imbissen oder Handy-Läden und Wettbüros", heißt es.

Wirtschaftsförderung fährt volle Kraft voraus

Volle Kraft voraus gilt für die Wirtchaftsförderung besonders im neuen Gewerbebereich „Sengern“, in dem sich als erstes Fisher Clinical Services ansiedeln wird. Daneben aber bietet sich noch viel Platz für andere Betriebe aus dem Medi-Tech-Bereich glaubt Wendland, der auch in Verbindung mit Osypka ausbaufähig erscheint. In der „Einhäge“, gegenüber Grieshaber an der B 34, tut sich ebenfalls was. Der erste Betrieb baut bereits in die Höhe, es handelt sich um eine Neuansiedlung eines Zapfanlagenherstellers.

Rheinfelder Firmen siedeln um

Da Einzelhandelsflächen im Bebauungsplan nicht vorgesehen sind, wird mit weiteren verarbeitenden Betrieben gerechnet. Im wesentlichen handle es sich um Rheinfelder Firmen, die in das neue Gebiet umsiedeln wollen, vor allem metallverarbeitende Firmen.