Das Nahwärmenetz wächst stetig, Ende April soll der Ausbau in der Müßmattstraße beginnen. Auf die Stadtwerke kommen damit zusätzliche Aufgaben und viel Verantwortung hinzu. Bisher hatte der städtische Eigenbetrieb vorrangig die Aufgabe, die Gemeinde mit Wasser zu versorgen. Nun aber sollen neben den städtischen zunehmend auch private Gebäude an das Wärmenetz angeschlossen werden. Ein neues Stadtwerke-Logo soll die Veränderungen jetzt auch nach außen hin sichtbar machen.

Drei stilisierte Rohre symbolisieren das "r"

Das neue Logo besteht neben dem Schriftzug „Stadtwerke Rheinfelden Baden“ aus drei stilisierten Rohren, die zusammen ein abstrahiertes „r“ (für Rheinfelden) bilden (siehe auch Foto) . Das graue, blaue und rote „Rohr“ stehen für die Versorgung mit Wasser, Energie und künftig auch Wärme.

Alle Leistungen unter einem Dach

„Wir wollen diese Leistungen unter einem Dach anbieten“, sagte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt bei einem Gespräch. „Wir wollen diese Aufgaben selbst steuern können und uns nicht auf viele Dienstleister verlassen.“ Wie genau die Umstrukturierung aussehen wird, und ob, beziehungsweise wie viel neues Personal eingestellt werden muss, werde derzeit geprüft, so der Oberbürgermeister. Die Erweiterung geschieht vor dem Hintergrund des städtischen Nahwärmenetzes, dessen Ausbau in diesem Jahr weiter Fahrt aufnehmen soll (wir berichteten).

Beratungsbüro aus Freiburg unterstützt

So wird die Stadt bei der Umstrukturierung der Stadtwerke auch von dem Freiburger Beratungsbüro Endura Kommunal unterstützt, das bereits mit der Beratung und Kommunikation rund um das Thema Nahwärmenetz beauftragt ist. „Wir wollen die Marke Stadtwerke professionalisieren“, brachte es Endura-Geschäftsführer Rolf Pfeifer auf den Punkt. Rund um das neue Logo und die neuen Aufgaben sollen demnächst auch eine Homepage, Flyer und Banner herausgebracht werden.

Gewährleistung der Versorgungssicherheit

Nach Angaben von Stadtwerke-Leiter Tobias Obert kommt mit den neuen Aufgaben auch viel Verantwortung auf die Stadtwerke zu. Diese sind künftig nämlich nicht nur dafür verantwortlich, private und öffentliche Gebäude an das Nahwärmenetz anzuschließen, sondern sie müssen auch die Versorgungssicherheit gewährleisten. Sollte Evonik, aus welchen Gründen auch immer, einmal keine Abwärme liefern können, muss die Versorgung über die Blockheizkraftwerke und Hackschnitzelanlagen in den großen Gebäuden in der Stadt funktionieren.

Energetisches Leitbild weiter voran treiben

Mit der Zentralisierung der Aufgaben will die Stadt ihre Ziele aus dem energetischen Leitbild weiter vorantreiben, das 2011 aufgelegt wurde. So soll die CO2-Emission, entsprechend dem Energiekonzept der Bundesregierung, bis 2020 um 40 Prozent gesenkt werden. Bis 2025 soll das Nahwärmenetz einen Großteil des Stadtgebiets mit umweltfreundlicher und kostengünstiger Wärme versorgen.

Termin: Infoveranstaltung zum Nahwärmenetz am Dienstag, 2. April, im Bürgersaal.