Rheinfelden - 14 Wohneinheiten sollen in der Schillerstraße neben dem St. Michael-Kindergarten entstehen. Dafür wird eine Bebauungsplanänderung nötig, da das Grundstück als Gemeindefläche ausgewiesen ist. Die Kirche möchte als Eigentümer das Grundstück veräußern. Die Stadtverwaltung hat auch keinen Bedarf daran. Der Bau- und Umweltausschuss stimmte der Vorbereitung zur Bebauungsplanänderung zu.

Errichten möchte eine private Wohngenossenschaft das Wohngebäude mit 14 Wohneinheiten und Gemeinschaftsräumen. Architekt Erich Baumann stellte im Bau- und Umweltausschuss das Vorhaben vor. Das Gebäude setzt sich aus einem dreigeschossigen Baukörper mit einem Aufbau auf dem Dach und einem viergeschossigen Baukörper zusammen. Im Untergeschoss sind Kellerräume und eine Tiefgarage mit 14 Stellplätzen vorgesehen. Die Anzahl der Stellplätze könnte durch Multiparker auch noch erhöht werden. Die zwei Baukörper teilen sich einen Aufzug und das offene Treppenhaus. Im Erdgeschoss ist ein Gemeinschaftsraum geplant sowie im Aufbau auf dem Dach des dreigeschossigen Gebäudes. Die Wohnungsgrößen variieren zwischen Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen. Das Gebäude soll in Holzbauweise ausgeführt werden. Anstelle von Balkonen sind Loggien geplant.

Zur Realisierung ist eine Änderung des Bebauungsplans Rose-Zielmatt I nötig. Das der katholischen Kirche gehörende Grundstück ist als Gemeindebedarfsfläche ausgewiesen. Eine Erweiterung des Kindergartens ist nicht geplant, da die Kirche das Grundstück veräußern möchte. „Seit vielen Jahren versuchen wir, ein Modell des genossenschaftlichen Bauens zu ermöglichen. Wir waren noch nie so nah dran“, stellte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt fest.

Gemeinderat Dieter Maier (CDU) äußerte Bedenken, dass Konflikte wegen der Nähe zum Kindergarten auftreten könnten. Er sagte, dass die CDU-Fraktion noch bespreche, ob die Fläche als Gemeindebedarf erhalten bleiben soll. Gemeinderätin Karin Paulsen-Zenke erkundigte sich, ob nicht die Stadt die Fläche als Gemeindebedarfsfläche bräuchte. Eberhardt meinte, dass die Fläche nicht für einen zweiten Kindergarten ausreiche.

Gemeinderat Bernd Birlin (Freie Wähler) schlug vor, einen sich nach der Wohnungsgröße richtenden Stellplatzschlüssel anzuwenden. Eberhardt widersprach, dass man zwischen ländlichem und urbanem Raum unterscheiden müsse. Birlin fragte nach, ob die Gemeinschaftsräume nicht später in Wohnungen umgewandelt werden könnten. Eberhardt erklärte, dass dies im Bebauungsplan festgeschrieben werden könne. Mit sieben Stimmen bei drei Enthaltungen der CDU-Fraktion beschloss der Bau- und Umweltausschuss, dass die Planung zustimmend zur Kenntnis genommen und auf der Grundlage der Planung die Änderung des Bebauungsplans Rose-Zielmatt I vorbereitet wird.