Ganz im Zeichen Mozarts präsentiert sich die vierte Saison 2018/19 der Meisterkonzerte Rheinfelden, die vier Abende mit hochkarätigen Solisten und Orchestern umfasst. „Wir haben ein tolles Programm zusammengestellt“, sagte der künstlerische Leiter Georg Mais bei der Vorstellung der am 16. September startenden Abo-Reihe. Seit 2015 werden die Meisterkonzerte von der Südwestdeutschen Mozart Gesellschaft und dem städtischen Kulturamt veranstaltet.

Neu gestaltete Plakate

Optisch zeigt sich die Klassikreihe „in neuem Outfit“, wie es Mais nannte. Die graphisch neu gestalteten Flyer und Plakate wirken frisch durch die rote Hintergrundfarbe. Inhaltlich bleibt Mais aber dem bewährten Konzept und dem klassisch-romantischen Repertoire treu. „Es ist uns ein Anliegen, möglichst viele Leute mit unseren Konzerten anzusprechen. Wir wollen die Weltliteratur der Musik im Konzertsaal bieten“, so Mais.

Auftakt mit Elisabeth Brauss

Den Auftakt macht am 16. September, 18 Uhr, im Bürgersaal die junge Pianistin Elisabeth Brauss mit einem Soloklavierabend. Mais hat die Pianistin aus Hannover vor einem Jahr beim ARD Musikwettbewerb gehört und war begeistert von der Ausstrahlung und dem Spiel der Künstlerin. In Rheinfelden wird sie Meisterwerke vom Barock bis zur Wiener Klassik spielen, angefangen bei Sonaten von Scarlatti über eine Sonate von Mozart bis zu großen berühmten Sonaten von Beethoven wie der „Pathétique“.

Georg Mais am Pult des Kammerorchesters

Dirigent Georg Mais ist am 14. Oktober, 18 Uhr, am Pult des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim mit einem reinen Mozart-Programm zu erleben. Mais ist seit vielen Jahren ständiger Gastdirigent dieses renommierten Landesorchesters, das zu den besten Kammerorchestern Deutschlands gehört. Dass er mit dem Pforzheimer Orchester eine reine Mozart-Hommage bringt, hat mit einem Jubiläum zu tun: Der Mozart-Abend ist zugleich das Festkonzert „25 Jahre Südwestdeutsche Mozart-Gesellschaft“. Mais ist Gründer und Vorsitzender dieses Vereins, der die Reihe der Meisterkonzerte veranstaltet. Zum Jubiläum gibt es Mozart pur zu hören, in allen Facetten. Aufgeführt werden die Ouvertüre zu Mozarts früher Oper „La Finta Giardiniera“ (Die Gärtnerin aus Liebe), die Sinfonien KV 201 und 124 sowie das Konzert C-Dur für Flöte, Harfe und Orchester. Die Soloparts übernehmen der Flötist Maximilian Randlinger und die Harfenistin Irene Fenninger.

Quotenkonzert zum Jahreswechsel

Zum wiederholten Mal reist am 3. Januar, 20 Uhr, die Junge Philharmonie der Ukraine Lemberg zum Neujahrskonzert an, das sich in den vergangenen Jahren zum Publikumsrenner entwickelte. „Das ist unser Quotenkonzert“, weiß Mais, „da reichen wir der leichten Muse die Hand und erreichen auch ein Publikum, das sonst nicht in klassische Konzerte geht.“ Erklingen werden Walzer und Polkas von Johann Strauß und der Strauß-Dynastie, gemischt mit unterhaltsamer Klassik und Melodien aus Oper und Operette. Auch Mozart steht auf dem Programm, wie es sich für ein Orchester aus der „Mozart-Stadt“ Lemberg gehört, wo einst Mozarts Sohn gewirkt hat. Als Solistin ist erstmals die Sopranistin Luydmila Ostash vom Opernhaus Lemberg bei der Neujahrsgala dabei. „Eine charismatische Frau und großartige Künstlerin“, wie Mais schwärmt.

Krönender Abschluss mit Ensemble aus Mannheim

Zum Abschluss gastiert am 17. März, 18 Uhr, das Kurpfälzische Kammerorchester Mannheim unter Leitung des Gastdirigenten Nicolas Chalvin mit der Geigensolistin Milena Wilke. Die Freiburger Violinistin ist Preisträgerin des Deutschen Musikwettbewerbs. Gespielt werden zwei der berühmtesten „Hits“ aus Barock und Klassik: Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ und Mozarts „Kleine Nachtmusik“. Zwischen diesen populären Stücken gibt es eine selten zu hörende Sinfonie von Franz Ignaz Beck, einem Vertreter der Mannheimer Schule, zu hören.

Mais: "Ich bin sehr dankbar, dass wir diese Konzerte zusammen mit dem Kulturamt machen können, das uns sehr unterstützt." Von den Sponsoren sind in der vierten Auflage nach wie vor die Volksbank Rhein-Wehra Stiftung und Energiedienst dabei. Kulturamtsleiter Claudius Beck zeigt sich sehr glücklich, dass diese Klassikreihe so gut funktioniere und ein treues Publikum habe. Durchschnittlich besuchen 200 Zuhörer die Konzerte, selten sind es bei Solo- oder Kammermusikabenden mit 130 etwas weniger Besucher. Am meisten Zuspruch findet das Neujahrskonzert, das zuletzt 350 Besucher anzog. Etwas rückläufig ist die Anzahl der Abonnenten, die in der vergangenen Saison bei rund 40 bis 50 lag. Seit vier Jahren, so betont Beck, seien die Eintrittspreise gleich geblieben: „Das ist ein großes Plus, dass man bei uns für unter 30 Euro ein hochklassiges Konzert hören kann.“

Abos und Einzelkarten für die Meisterkonzerte sind bei der Tourist Info Rheinfelden erhältlich unter Telefon 07623/966 87 20.