Vor gut einer Woche startete der „Rheinfelder Fotomarathon“ der Volkshochschule (VHS) in die vierte Runde. Innerhalb von neun Stunden mussten die Teilnehmer zehn Bilder passend zu dem Oberthema „Farbe bekennen“ knipsen (wir berichteten).

Aufnahmen hängen im Schauraum

An Bauabsperrungen befestigt, hängen die Aufnahmen der 20 Teilnehmer seit dem Wochenende im Schauraum aus. Unter jedem Bild finden sich die dazugehörigen Unternehmen, die sich dieses Jahr an Sprichwörtern wie „Ach du grüne Neune“ oder „Warten bis man schwarz wird“ orientiert haben.

Zwölf Sprichwörter umgesetzt

Zwölf Sprichwörter dieser Art galt es beim Fotomarathon umzusetzen, wobei diese von wörtlichen Übertragungen bis hin zu Darstellung der Bedeutung des Sprichworts reicht. Für einige Bilder wurden Requisiten wie Schablonen, ein Hund als Fotomotiv oder auch Spielzeugautos und Playmobil-Figuren genutzt. Es wurde mit Reflexionen gearbeitet oder mit verschiedenen Schärfegraden.

Fachjury bewertet die Werke

Stefanie Krenze, die neue Leiterin der VHS, Fotografie-Dozentin Petra Böttcher und VHS-Leiterin Gaby Dolabdjian führten durch die Prämierung. Vor der eigentlichen Auszeichnung der drei besten Bildserien wurden Kategorien wie „humorvollstes Foto“ und „bestes Einzelbild“ bekannt gegeben. Die Jury bestand aus der Vorjahres-Gewinnerin Stefanie Röschke aus Zell sowie dem freischaffenden Fotografen Martin Schulte-Kellinghaus aus Lörrach.

Nach zweieinhalb Stunden stehen die Sieger fest

Aus den 240 Bildern der Teilnehmer wählten sie in zweieinhalb Stunden die drei Gewinner aus. Vor allem ging es bei der Bewertung darum, dass das Oberthema in den einzelnen Bildern sichtbar ist und die Bilder einem seriellen Charakter folgen. Die Umsetzung der Bildserien der Gewinner könnte unterschiedlicher nicht sein.

Während die Drittplatzierte Susanne Kirschnek, vorwiegend mit Reflexionen arbeitete, nahm die Zweitplatzierte Alexandra Buß, Buchstaben-Schablonen zur Hand, die aus der ganzen Serie das Wort Rheinfelden kreierten.

Auszüge aus der Gewinnerserie von Manuela Kurio.
Auszüge aus der Gewinnerserie von Manuela Kurio. | Bild: Sophia Kaiser

Bei Manuela Kurio war die Freude über den ersten Platz und damit den Gewinn der Sony-Vollformatkamera so groß, dass sie die Freudentränen nicht mehr zurückhalten konnte. Bei ihr hat vor allem die Kreativität überzeugt. In ihrer Bildserie, das in jedem Bild noch ein Polaroid zeigt, verarbeitete sie die Liebesgeschichte von zwei Autos. Die Begriffe hat sie dabei farblich übernommen. Ihre Geschichte endet damit, dass die beiden Autos blau machen und einen Jungen bekommen.

Schlaflose Nächte schon im Vorfeld

Bereits im Vorfeld hat sie über die Umsetzung nachgedacht. „Ich hatte schlaflose Nächte vor dem Fotomarathon. Ich wollte gerne etwas Individuelles machen, so wie die Gewinnerin letztes Jahr“, erklärte Kurio. Für die 38-Jährige, die erst seit drei Jahren fotografiert, hätte ihre erste Teilnahme am Wettbewerb nicht besser laufen können. Obwohl die offizielle Jurierung schon abgeschlossen ist, können die Bilder noch bis zum 27. Juli für den Publikumspreis bewertet werden.

  • Jugendpreis: Janina Keller (23) aus Lörrach und Dayana Annalingam (22) aus Rheinfelden.
  • Humorvollstes Foto: Herwig Popken aus Rheinfelden.
  • Bestes Einzelbild: Christine Deppermann aus Rheinfelden/Schweiz.
  • Die drei besten Bildserien: 1. Manuela Kurio aus Schwörstadt, 2. Alexandra Buß aus Schutterwald, 3. Susanne Kirschnek aus Freiburg.