Das Projekt Erneuerung Stadtmitte-Ost kann nach elf Jahren abgehakt werden mit einem riesigen Zugewinn an Infrastruktur auf einer Fläche von über 27 Hektar. Roland Hecker, der das Projekt bei der kommunalen Entwicklungsgesellschaft für die Kommune in der Hand hielt, legte dem Gemeinderat eine Erfolgsbilanz vor. Finanziell gab‘s eine Punktlandung.

Förderrahmen liegt zuletzt bei 7,4 Millionen Euro

Der Förderrahmen wurde im vom Land bewilligten städtebaulichen Sanierungsprogramm immer wieder erhöht und umfasste zuletzt 7,4 Millionen Euro. Die Gesamtinvestitionen fielen um ein Vielfaches höher aus. Hecker rechnete vor, dass rund 35 Millionen Euro investiert wurden, davon allein neun Millionen durch die Stadt. Die gesetzten Ziele gelten als erreicht. Am Anfang stand die Umgestaltung des Rathausbereichs. Dabei entstand als Großprojekt die Stadtbibliothek, die Rathaussanierung folgte, womit sich die Infrastruktur enorm verbessert hat. Das Sanierungsgebiet hat direkt angedockt an das Quartier Oberrheinfelden, das zuvor städtebaulich gefördert worden war. Somit hat die gesamte Innenstadt profitiert.

Private Haus- und Grundbesitzer machen mit

Das sehen auch die Fraktionen so. Sie dankten der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft (KE) für ihre gute Arbeit. Es wurde nicht nur Bausubstanz mit Fördermitteln verbessert und ausgebaut. Eine ganze Reihe von privaten Haus- und Grundbesitzern hat auch ohne Förderung agiert, nachdem die Maßnahmen im Umfeld vielversprechend angelaufen sind.

5,2 Millionen an Reinvestition der Eigentümer

Gefördert wurden in der Stadtmitte-Ost 32 private Gebäudesanierungen. Die selbst finanzierten einbezogen, rechnet Hecker mit etwa 50. Darunter befinden sich Eigentumsgemeinschaften mit 104 Wohnungen und zwölf gewerbliche Einrichtungen. Die Reininvestition der Eigentümer wird mit 5,2 Millionen Euro veranschlagt.

Zentrales Jugendhaus spielt eine Sonderrolle

Eine Sonderrolle spielt der Neubau des zentralen Jugendhauses. Dieses wurde, obwohl nicht mehr direkt im Sanierungsgebiet gelegen, aber als Folge der Rathausumstrukturierungen als soziale Maßnahme mit 30 Prozent bezuschusst. Für die Realisierung der Stadtbibliothek im Souterrain des Rathauses gab es bei 3,7 Millionen Euro Kosten über 1,2 Millionen Förderung, für das Rathaus mit 8,14 Millionen fast drei Millionen.

Der „Heißbrenner für Rheinfelden„

Die städtebauliche Erneuerung geht weiter mit dem Gebiet Stadtmitte West, so dass Paul Renz für die CDU, an Roland Hecker gerichtet, anerkennend anmerkte: „Sie sind ein Heißbrenner für Rheinfelden.“ Die SPD lobte ebenfalls mit Alfred Winkler die gute Arbeit, die auch im sanierten Rathaus sichtbar werde.

Bewerbung für Fördergelder lohnt

Dies alles sei aber nur möglich gewesen, weil sich die Stadt die Kosten für die Sanierungsaufgaben geleistet und ansonsten sparsam gewirtschaftet habe. Karin Reichert-Moser (FWV) wertete das Programm als „bedeutend für unsere Entwicklung“. Das schließe auch die privaten Maßnahmen ein. Es lohne sich als Stadt, sich um Fördergelder zu bewerben.

Ob macht dem Gremium Hoffnung

Ob auch das künftige Baugebiet Römerstraße im Rahmen der städtebaulichen Förderung profitiert, ist noch offen. Paul Renz hat dazu nachgefragt. Die Antwort des Oberbürgermeisters in der Sitzung gibt Hoffnung, sie lautete: „Wir arbeiten an dem Thema.“