In den Sommerferien wird im Kulturpark Tutti Kiesi der Pinsel geschwungen, gehämmert, genäht oder einfach nur gespielt. Seit zehn Jahren organisiert die Dieter-Kaltenbach-Stiftung das Programm, bei dem in den Sommerferien täglich 100 Kinder betreut werden.

Rituelle Begrüßung unter dem Vacono-Dome

Um sich ein Bild davon zu machen, waren Bürgermeisterin Diana Stöcker, Armin Zimmermann, Leiter des Amtes für Familie, Jugend und Senioren, Gemeinderätin Elke Streit (SPD) und Iris Teulière, Geschäftsführerin der Dieter-Kaltenbach-Stiftung, schon zur gemeinsamen Morgenrunde gekommen. Kinder und Betreuer versammelten sich zur rituellen Begrüßung mit einem indianisch-anmutenden Sonnengruß unter dem Vacono-Dome.

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108 Kinder versammeln sich am Vormittag

Malte Lindemann stellte den 108 Kindern die Vormittagsangebote vor: Kostüme für ein Mini-Musical erstellen, Schlafmasken oder Lavendelbeutel machen, Weltraumbilder malen, Papierschöpfen oder Specksteinarbeiten waren nur einige der zahlreichen Angebote, aus denen die Kinder frei wählen konnten. Auch freies Toben auf dem Spielplatz oder geschäftiges Treiben auf dem Hüttenbauplatz wurden beaufsichtigt.

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Altersdurchschnitt zwischen acht und neun

„Bei 100 Kindern ist eigentlich die Grenze erreicht“, erklärt Alexander Keil, Leiter des Kulturparks Tutti Kiesi. Wenn das Wetter und die Personaldecke stimmen, können es auch ein paar mehr sein. In den ersten drei Ferienwochen tummeln sich dann von 8 bis 16 Uhr Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren auf dem Spielplatz, in den Werkstätten, auf der Wiese und im Vacono-Dome. Der Altersdurchschnitt der Kinder liegt bei acht bis neun Jahren.

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Zweite Ferienwoche am besten besucht

Am stärksten besucht wird statistisch die zweite Ferienwoche, in der die 100-Kinder-Marke täglich geknackt wird. Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern sind mit Ferienjobbern und Praktikanten in den Sommerferien 18 Betreuer im Einsatz. „Es gibt einige Kinder, die die kompletten drei Wochen mitmachen“, sagt Keil. Der Bedarf an einer Ferienbetreuung ist da, nicht nur in den Sommerferien.

Kids erzählen von ihren Eindrücken

„Ich baue ein Schachbrett. Andere bauen Mensch-ärgere-dich-nicht“, erklärt der siebenjährige Raphael, der mit Stift und Lineal das Spielfeld auf einem Brett vorzeichnet. Als Figuren will er dann seine Lego-Männchen nehmen. Auch dem siebenjährigen Mats gefällt das Angebot in der Holzwerkstatt gut. Er möchte ebenfalls ein Schachbrett bauen. Mats erzählt, dass er schon ein paarmal am Ferienprogramm teilgenommen hat und einmal mit seiner Klasse von der Hertener Scheffelschule im Tutti Kiesi zu Besuch war. Außer der Holzwerkstatt findet er den Hüttenbauplatz und den Abenteuerspielplatz mit den vielen Klettermöglichkeiten gut. Näh- und Malwerkstatt oder Backen interessieren Mats nicht.

Jetzt kommen die Nachmittagsangebote

„Ab 12 Uhr werden die ersten Kinder abgeholt. Am Ende sind meistens noch so um die 70 da“, sagt der stellvertretende Leiter Malte Lindemann. Der Tagesablauf sieht vor, dass die Kinder um 12 Uhr zu Mittag essen. Um 13.30 Uhr kommen alle wieder im Vacono-Dome zusammen und die Nachmittagsangebote werden vorgestellt.

Andere Träger bieten ebenfalls Programme

In den letzten drei Wochen der Sommerferien macht der Kulturpark dann Betriebsferien, um nach den Ferien mit der Betreuung der Einschulkinder, die einen späteren Schulstart haben, die Arbeit wieder aufzunehmen. Keil meint, dass der Kulturpark kein sechswöchiges Programm leisten könne. In den letzten drei Ferienwochen bieten auch andere Träger wie das Familienzentrum Rheinfelden oder das Spielhaus Nollingen eine Ferienbetreuung an.