Rheinfelden Kulturamtsleiter Claudius Beck zählt auf, warum Sie das Rheinfelder Kulturprogramm nicht verpassen sollten

Claudius Beck verspricht bis Sommer gelungene Veranstaltungen aus den Bereichen Konzert, Theater, Kabarett und Ausstellung.

Das städtische Kulturprogramm zeichnet sich im ersten Halbjahr mengenmäßig und qualitativ durch ein Mehr aus an Konzert, Theater, Kabarett und Ausstellung. Leiter Claudius Beck bietet Hingucker, Hinhörer und Mitmacher. Der regionale Aspekt steht dabei im Mittelpunkt. Kooperationen auch mit Vereinen stehen dafür. Dabei gibt es einige Überraschungen. „Leidenschaften im Koffer“ ist nur eine unter anderen. Rheinfelder zeigen in der Ausstellung ihre Sammlungen.

„So vielseitig und verwurzelt wie noch nie“, freute sich Kulturamtsleiter Beck bei der Vorstellung des Programms bis Juli im Pressegespräch. Nicht nur er ist stolz auf das Angebot, auch Bürgermeisterin Diana Stöcker lobte: „Super spannend.“ Dabei war die Planung zunächst gar nicht auf Zuwachs angelegt. Dass der dennoch eintritt, gehört mit zu den Früchten, die das Kulturamt durch gute Vernetzung mit Künstlern und das wachsende Interesse des Publikums erntet. Das korrespondiert mit neuen Auftrittsmöglichkeiten. Die Veranstaltungen konzentrieren sich auf immer mehr Orte: Bürgersaal, Haus Salmegg, Schauraum, Rathaus-Galerie, Christuskirche und Kulturpark Tutti-Kiesi werden bespielt, im August kommt noch die alte Rheinbrücke dazu. Dabei bestechen Themenfrische und Fülle. Mehrere Projekte leben davon, dass sich die Bevölkerung aktiv am Programm beteiligt.

Kofferausstellung

Bis jetzt sind es 15 Sammler aus Rheinfelden, die ihre Leidenschaft und damit museumsreife private Exponate öffentlich zeigen wollen. Bärbel Trotzki breitete ihre Schätze schon mal vorab aus: Kreisel in allen Variationen. Das sind spannende Objekte zum Anschauen und in Aktion. Briefmarken, Fasnachtsorden, Aufkleber Streichholzetiketten, die an das alte Rheinfelden erinnern und vieles mehr aus dem Koffer sind für die originelle Schau schon gemeldet, an der bis zu 40 Sammler teilnehmen können. Die Anmeldefrist läuft noch bis Mittwoch.

Arnold und Fritz Schneider

Eine Retrospektive unter dem Titel „Wie die Kunst nach Rheinfelden kam“, die an der Ende des ersten Weltkriegs 1918/19 anknüpft, bringt zwei Kunstschaffende „ins Gedächtnis der Stadt“ zurück, so Beck. Vom 5. Mai bis zum 26. August widmet sich das Kulturamt der von Martina Schilling und Elisabeth Veith kuratierten Ausstellung Vater und Sohn Fritz und Arnold Schneider. Die Familie, die nach dem Krieg das Elsass verlassen musste, fand am Hochrhein eine neue Heimat und bereicherte das Leben der Stadt nachhaltig und vielfältig künstlerisch. Bürgermeisterin Stöcker sieht der umfassenden Schau mit Gemälden, Baukunst und Wandmalereien aus Familienbesitz erwartungsvoll entgegen. Die Ausstellung wird auch innerhalb des Netzwerks Museum Oberrhein gezeigt. Insgesamt bietet das Halbjahr zehn Ausstellungen mit Fotos, Malerei.

Die großen Extras

Zum zweiten Mal ist der Vacono Dome anlässlich zehn Jahre Kulturpark Tutti-Kiesi Spielort für vier Spielabende (8. bis 16. Juni) und so das Versprechen zur WM-Zeit: „garantiert fußballfrei“. Dabei richten sich mehrere Auftritte, auch das Tersicore Metal Open Air an junge Leute. Davor im Mai mobilisiert das Kulturamt wie schon 2009 die Bürger unter dem Titel „Klick“ am 15. Mai, um den ganz normalen Alltag vor Ort zu fotografieren. Anlass ist die seit 50 Jahren bestehende Partnerschaft mit Neumarkt in Südtirol. Dort werden die Bürger gleichzeitig klick machen. Das Ergebnis gibt eine große Fotoausstellung. Mittendrin sind die Bürger auch als Akteure beim Projektblasorchester de Musikvereins Minseln (24. März) unter Leitung von Eckhart Hanser und ebenfalls unter dem Dach des Kulturamts geht die zweite Musical Night des Musikvereins Degerfelden mit Projektchor, 53-köpfigem symphonischem Blasorchester und Profisolisten über die Bühne des Bürgersaals (11. bis 13. Mai). Zu den besonderen Joint-Venture-Veranstaltungen gehört auch ein lokales Großprojekt des Jugendtheaters Tempus Fugit mit dem Big Sound Orchestra. 120 Mitwirkende treten im von BSO vertonten „Einer“ nach Christine Nöstlinger auf (27. April bis 30. April). Außerdem steht fünf Mal Kabarett auf dem Programm. Die Meisterkonzerte gehen ebenso weiter wie Klassik unter dem Titel Marktplatz Kirche und in der Reihe Unerhört. Mit Footloose kommt am 20. März außerdem das Tanzmusical als Showproduktion der London West End Musical Company in den Bürgersaal.

Kulturförderung

„Die Bandbreite ist beeindruckend“, erklärte für die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden als Kulturförderer Vorstand Rainer Liebenow. Mit 20.000 Euro unterstützt sie wieder das Angebot, das sich im Laufe der Jahre als „Marke“ entwickelt habe, um den Bürgern, denen die Sparkasse als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut gehöre, auch etwas zurückzugeben. Insgesamt investiert das Kulturamt dieses Jahr rund 200.000 Euro in städtische Kulturveranstaltungen.

Kulturprogramm: Das vollständige städtische Kulturprogramm ist als Heft erhältlich in allen öffentlichen Einrichtungen und online auf der Homepage der Stadt.

Ihre Meinung ist uns wichtig
% SALE bei SÜDKURIER Inspirationen %
Neu aus diesem Ressort
Rheinfelden
Rheinfelden
Rheinfelden
Rheinfelden
Rheinfelden
Rheinfelden
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren