Ein Tag rund um die Biene fand am Samstag für Kinder statt. Das Jugendreferat Grenzach-Wyhlen und die Umweltorganisation NABU (Naturschutzbund Deutschland) konnten mit dem Hertener Remo Trenkler einen engagierten Imker gewinnen, der sofort von der Idee begeistert war, den Kindern etwas über die Bienen zu vermitteln.

Unter dem Titel „Die faszinierende Welt der Honigbiene“ ging es am Samstagmorgen für die 18 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren mit einer kleinen Wanderung vom Treffpunkt bei der Kirche in Herten in Trenklers Garten. Dieser liegt idyllisch am Waldrand zwischen Herten und Degerfelden. Dort kümmert sich der begeisterte Imker seit zwei Jahren um seine inzwischen zehn Bienenvölker. Dabei geht es ihm nicht um einen maximalen Honigertrag, sondern darum, gesunde und naturnahe Bienenvölker zu haben. „Mir ist es wichtig das die Bienen gesund sind, und wenn dann noch etwas Honig für mich übrig bleibt, ist das auch schön“, so seine Einstellung.

  • Immer mit der Ruhe: „Bienen sind eigentlich ganz liebe Tierchen. Ihr müsst Euch einfach ruhig bewegen, nicht nach ihnen schlagen, nicht zu schnell rumflitzen und nicht vor die Einfluglöcher stellen, da reagieren die Bienen allergisch“, erklärte er zu Beginn. Für den Fall eines Bienenstichs hatte er auch ein Notfallset dabei, dass allerdings nicht gebraucht wurde.
  • Spielerisch forschen: Aufgeteilt in drei Gruppen ging es auch schon los. Mareike Stächelin vom Jugendreferat und Eva Althof vom NABU hatten sich für die Aktion gemeinsam ein abwechslungsreiches Programm überlegt. Die Kinder machten begeistert mit. Da trübte auch ein kurzer Regenschauer nicht die gute Laune. So galt es einen Blumentopf mit Acrylstiften zu bemalen, der dann mit Ringelblumen bepflanzt wurde. Diesen konnten die Kinder mit nach Hause nehmen, wo die Blumen dann später als Nahrung für Bienen dienen sollen.
Engagierter Imker Remo Trenkler erklärt den kleinen Besuchern die wundervolle Welt der Bienen.
Engagierter Imker Remo Trenkler erklärt den kleinen Besuchern die wundervolle Welt der Bienen. | Bild: Eckert, Martin

Auch konnte spielerisch erforscht werden, warum die Waben sechseckig sind. So mussten es aus gleichlangen Kartonstreifen ein Kreis, ein Dreieck, ein Quadrat und ein Sechseck geformt werden. Danach wurde geschaut, in welche Form die meisten Murmeln passen. Klarer Sieger war das Sechseck. Genauso bilden Seifenblasen, wenn sie wieder eingefangen werden meist Sechsecke, oder nebeneinder gelegte Knetkugeln die gepresst werden. „Das Sechseck ist die Form mit der Platz und Baumaterial am besten ausgenutzt werden“, erklärte Althof.

  • Schmackhafter Honigtest: Mit Trenkler ging es dann ausgestattet mit der passenden Schutzkleidung an die Bienenstöcke. Durch Glasscheiben in den Beuten konnte das erstaunliche Innenleben der Bienenvölker bestaunt werden. Gleichzeitig erzählte er auch auch jede Menge Wissenswertes über die fleißigen Tierchen, ihren Lebenszyklus, den Honig und ihr Leben im Schwarm.

Zum Abschluss gab es dann noch Honig zum Probieren. Erst das billige Massenprodukt aus dem Discounter, dann ein hochwertiger Honig aus Kreta und zum Abschluss ein frisch von den Bienen gemopstes Stück Bienenwabe, aus welcher der Honig gesaugt werden musste. Einig waren sich da alle: „Das ist der weltbeste Honig“, bevor dann wieder gemeinsam der Rückweg zu den wartenden Eltern angetreten wurde.