Karsau – „Buen dia“ heißt Guten Tag und „Adios“ auf Wiedersehen – Küsschen und ein paar Freudentränen zur Begrüßung und noch mehr zum Abschied. Den Freunden aus der neuen Partnergemeinde Chincha Baja im fernen Peru ging es bei ihrem Aufenthalt in Karsauer Familien bestens. Es wurden innige Freundschaften geschlossen und der Grundstein für eine neue Patenschaft ist gelegt. Die frühere Patenschaft mit der Großpfarrei San Ignacio de Loyola in Junin, in den Anden Perus, ist aufgelöst. Günter Schmidt, der an der Spitze des „Perukreis Dinkelberg“ steht, erzählte dazu: „14 Jahre lang bestand die Patenschaft mit Junin, jetzt werden wir andere Menschen in diesem Südamerikanischen Land unterstützen.“

Über eine Woche waren drei Gemeindemitglieder, darunter Pfarrer Franklin aus Chincha Baja zu Gast. „Wir luden den Pfarrer und die beiden Frauen zu uns ein. Es geht um die Kommunikation, darum, dass man sich kennenlernt. Das Caritative kommt noch, die Verbindung wird wachsen“, freut sich nicht nur Schmidt. Sehr gut organisiert war der Aufenthalt der neuen Peruanischen Freunde in Karsau und Umgebung.

Die Gäste wurden von Günter und Lucia Schmidt am Euro-Airport abgeholt, dannach gab es einen herzlichen Empfang mit Abendessen im katholischen Pfarrsaal in Karsau. Übernachtet wurde in der Ferienwohnung der Familie Makovicka. Der Tag begann stets mit einem gemeinsamen Morgengebet oder einer heiligen Messe in der Michaelskirche. Herzliche Atmosphäre prägte die gemeinsame Zeit, welche Ausflüge nach Sankt Blasien mit Besichtigung des Doms, Bad-Säckinger Münsters, des Hauses Sonnenbühl in Todtmoos oder die Besichtigung der Weltkirche und des Doms in Freiburg beinhalteten. Spaziergänge zum Kraftwerk oder zur Rheinbrücke und dem Inseli waren ebenso spannend wie die Besichtigung der Tschamberhöhle.

Jeden Abend wurde gute Küche geboten: Schweinefilet mit Spätzle und Gemüse kochte Elisabeth Zipfel aus Eichsel. Ein Buurevesper gab es bei Schmidts in Karsau, feine Häppchen hatte Elisabeth Stobbe aus Karsau gerichtet. Gern gesehene Gäste waren auch der ehemalige Dinkelbergpfarrer Latzel, Pfarrer Anton Frank und Vikar Christian Wolff, der dolmetschte. Pfarrer Franklin stellte seine Heimat und die Projekte vor. So wollen die Dinkelberger vor allem Organisationen unterstützen, die kirchliche Arbeit mit Kindern und Erwachsenen machen. Dazu Günter Schmidt: „Wir werden schauen was für Nöte die Bewohner haben.“ Ein Kinderhort wird auf jeden Fall ein Thema sein, da viele Eltern den Tag auf den Feldern bei der Arbeit sind.

Chincha Baja gehört zur ICA-Region an der Pazifikküste im Süden Perus und liegt etwa drei Autostunden von der Hauptstadt Lima entfernt. Im Distrikt leben rund 12 000 Menschen, davon 65 Prozent im ländlichen Raum.