Rheinfelden Jugendliche spielen lieber Computerspiele als ins Jugendhaus zu gehen

Die Auswertung einer Befragung von 122 Jugendlichen in Rheinfelden zu ihren Freizeitaktivitäten liegt vor.

Was wünschen sich Jugendliche in ihrer Heimatstadt? Wie verbringen sie ihre Freizeit und was fehlt ihnen? Diese und weitere Fragen hat die mobile Jugendarbeit des SAK 122 Jugendlichen im Alter von zwölf bis 18 Jahren gestellt. Die Auswertung dieser nicht repräsentativen legte SAK-Geschäftsführer Jürgen Rausch nun dem Sozialausschuss vor.

Eine Frage bezog sich auf die Freizeitgestaltung. „Der größte Teil verbringt die freie Zeit zu Hause (44 Prozent) oder im öffentlichen Raum (40 Prozent).“ Überraschend sei die Erkenntnis gewesen, dass nur sechs Prozent die Einrichtungen der Jugendarbeit und nur vier Vereine dafür nutzen, so Rausch. Die Erkenntnis daraus müsse heißen, die Einrichtungen für die Jugendlichen bekannter zu machen und die Vereine mit ins Boot zu holen. CDU-Rat Eckhart Hanser (CDU) wies darauf hin, dass Vereine mit dieser Aufgabe überlastet wären. „Sie sollen nicht die Jugendarbeit übernehmen, sondern als Kooperationspartner agieren“, erklärte Rausch.

Freizeit findet im Internet statt

Eine weitere Erkenntnis, die wohl nicht überrascht: Die Jugendlichen verbringen einen großen Teil ihrer Freizeit im Internet, sei es in sozialen Medien oder mit Computerspielen. Auch hier müsse die Jugendarbeit verstärkt reagieren, so Rausch. Als Beispiel nannte er das vom SAK betriebene Jugend- und Kulturhaus Altes Wasserwerk in Lörrach, in dem sehr vieles über soziale Medien laufe. Zwölf Prozent der Jugendlichen bewerten die Freizeitangebote als sehr gut, 25 immerhin als gut. Das bedeute aber im Umkehrschluss, dass mehr als 60 Prozent diese nur als befriedigend bis ungenügend einstufen. Von den Angeboten kennen 29 Prozent das Jugendhaus und 16 Prozent den Nachtsport. Dass es ein Jugendparlament oder ein Jugendreferat gibt, wissen drei Prozent der Befragten.

Zuguterletzt wollten die SAK-Mitarbeiter noch wissen, was sich die Jugendlichen von ihnen wünschen. „Neben vielen Einzelpunkten wurde deutlich, dass die Jugendlichen interessiert daran sind, Räume für sich zu finden und zu gestalten“, so Rausch.

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