Zuerst zeigten sich Verantwortliche des FSV enttäuscht über den Verlauf, den Gespräche mit dem SV Nollingen zur geplanten Spielgemeinschaft im Jugendbereich genommen haben und erklären das Projekt für gescheitert. Jetzt meldet sich der Vorstand des SV Nollingen zu Wort und betont „mit größtem Erstaunen“ erfahren zu müssen, wie Teile des FSV-Vorstands die Verhandlungen über die Spielgemeinschaft der beiden Vereine darstellen.

Der SV-Vorstand erklärt dazu in einer Pressemitteilung, dass seiner Meinung nach die Gespräche „immer in einer fairen und offenen Atmosphäre stattfanden“. Dabei seien beide Seiten bestrebt gewesen, „einen Strich unter alte Probleme zu ziehen“, heißt es. Bis zuletzt sei deshalb vereinbart worden, die guten Gespräche und den positiven Austausch voranzutreiben. Dies habe der Verein auch auf seiner Hauptversammlung umgesetzt.

Vor diesem Hintergrund enttäuschen beim SV nun Aussagen, die beim FSV Rheinfelden gemacht worden sind, da „dadurch das aufgebaute Vertrauen wieder zerstört wurde“, merkt der SV-Vorstand an und meint einige Punkte richtigstellen zu müssen. So legt der SV Wert darauf, dass er im Jugendbereich steigende Spielerzahlen in allen Altersklassen habe von den Bambinis bis zur B-Jugend. Dies lasse zu, dass in allen Altersklassen zur neuen Saison auch ohne SG eigene Mannschaften gestellt werden können. Außerdem weist der SV-Vorstand auf qualifiziertes Personal im Trainerbereich hin, das „sehr gut aufgestellt“ sei.

Der seit einem Jahr bestehende neue Vorstand verweist darauf, dass er von den Mitgliedern des SVN gewählt wurde und somit für das Wohl des Vereins verantwortlich ist: „Die Entwicklung einer nachhaltigen und gesunden Zukunft des Vereins steht im Vordergrund“, heißt es. Alle Mitglieder und Eltern der Jugendspieler wirken an dieser Zielsetzung mit.

Beim SV werden die Erläuterungen des FSV zur Federführung für grundsätzlich „korrekt“ erklärt. Der Vorstand verweist aber darauf, dass sich im Laufe der Verhandlungen die Voraussetzungen geändert haben. Dazu gehöre, dass der FSV mitgeteilt habe, dass er zu den ursprünglich genannten Spielerzahlen in der B-Jugend nur noch zwei Spiele in die SG einbringen könne, beim SV sei ursprünglich von zwölf die Rede gewesen, Nollingen hätte darüber hinaus sogar weitere Spieler akquirieren und in die SG einbringen können, teilt der Vorstand mit.

Vor diesem Hintergrund sei es aus SV-Sicht „nur gerecht“, wenn die Federführung an Nollingen gehen würde. Weil der FSV dies nicht gewollt habe, sei es zu keiner Einigung gekommen. Der SV hält dem FSV auch vor, dass er sich nicht an die Vereinbarung gehalten habe, keine Spieler aus dem Partnerverein abzuwerben. Dass die guten Gespräche nun so enden, bedauert der SV-Vorstand, hält es aber für „die richtige Entscheidung“, da Partnerschaft in einer SG von beiden Seiten mit Vertrauen gelebt werden müsse.