Das war ein toller Sonntag in Rheinfeldens höchst gelegenem Ortsteil. Bereits zum elften Mal fand das Familienfest statt. Der gemütliche Nachmittag war bestens vorbereitet worden. Unter Leitung des Fördervereins TuS Adelhausen hatten rund 20 Helfer dafür gesorgt, dass kühle Getränke, Kaffee und kleine Speisen bereit standen. 19 Kuchenspenden wurden gebracht, darunter einige wirklich grandiose Torten. So waren also alle Vorbereitungen erfüllt, dass sich die Festbesucher wohlfühlen konnten.

Initiator Armin Schuster, Ortsvorsteherin Silvia Rütschle und Sarah Kley (rechts) vom Förderverein des Kindergartens Minseln begrüßen die Gäste.
Initiator Armin Schuster, Ortsvorsteherin Silvia Rütschle und Sarah Kley (rechts) vom Förderverein des Kindergartens Minseln begrüßen die Gäste. | Bild: Rolf Reißmann

Armin Schuster ist einst der Initiator

Bundestagsabgeordneter Armin Schuster hatte dieses Fest ursprünglich mal initiiert, inzwischen nimmt er aber keineswegs mehr in Anspruch, an den Vorbereitungen beteiligt zu sein. „Ich bin heute genauso Gast wie Sie alle“, begrüßte er die Besucher. „Mein Dank gilt allen, die an der Organisation beteiligt waren, ebenso wie jenen, die heute hier in der Sonnenglut für Sie da sind. Das Anliegen allerdings hat sich seit Beginn nicht geändert, wir möchten mit dem Erlös eine soziales Vorhaben unterstützen .“ Immerhin fast 11 600 Euro kamen von Beginn an zusammen.

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Vielen Einrichtungen kommt das Geld zu Gute

Nutznießer der jährlichen Spendenbeträge waren unter anderem Sozialstationen, das St. Josefshaus, die Bergwacht, die Sportstiftung Südbaden und etliche andere mehr, die Dienste für das Gemeinwohl erbringen. Diesmal soll der Betrag zwei Projekten zugutekommen. Einmal ist dies die neue Spielarena, die in Adelhausen vor der Dinkelberghalle entstehen soll, zum anderen wird es ein Ruhe- und Spielraum im Kindergarten Minseln sein.

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Auch Gäste aus der Umgebung sind dabei

Angesichts dieser Ziele ließen es sich die Festbesucher gut gehen, sie genossen alles, was angeboten wurde. Für viele Besucher war das Familienfest eine gute Gelegenheit, um Bekannte zu treffen, so fanden sich etliche fröhliche Plauderrunden zusammen. Nach den Erfahrungen der Veranstalter kommen zum Familienfest etwa 60 Prozent der Besucher aus Adelhausen und 40 Prozent aus der Umgebung, nicht nur aus den benachbarten Ortsteilen, sondern auch aus der Rheinfelder Kernstadt, aus Grenzach-Wyhlen und sogar aus Lörrach.

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Kinder dürfen sich auf keinen Fall langweilen

Anliegen des Fördervereins ist es eben, ein Fest der Begegnung vorzubereiten, bei dem selbstverständlich die Kinder keine Langeweile spüren sollen. Und genau das hat wieder bestens funktioniert. Die Jugendgruppe der Feuerwehr hatte Ziellöschen vorbereitet – das war gar nicht so leicht. Und das Löschfahrzeug unternahm mit Kindern kleine Rundfahrten durch Adelhausen. Die Pfeilerei aus Minseln übte mit Mädchen und Jungen das Bogenschießen. Wenn sie gut gezielt hatten, platzte ein Luftballon.

Ein Sandhaufen fesselt die Kleinen

Als Symbol für die künftige Spielarena hatte Ortsvorsteherin Silvia Rütschle einen Sandhaufen aufschütten lassen. Der erwies sich als der Clou für die Kleinen an diesem Sonntagnachmittag. Ganze Armlängen tief buddelten sich die Kinder hinein. Als unterhaltsamer Ruhepunkt erwies sich der Auftritt der Alphornbläser aus Herten. Sie erfreuten die Festbesucher mit wahrlich tief gehenden Klängen.

Der Abgeordnete wirbt für Bienen

Armin Schuster setzte dann doch noch eine kleinen politischen Akzent. Er kam auf die Unterschriftensammlung zum Volksbegehren „Pro Biene“ zu sprechen. Dies sei ein sehr lobenswertes Anliegen, eben weil es nicht um Honigbienen sondern um Wildbienen geht. Dennoch empfahl er, vor der Unterschrift das Anliegen genau zu lesen und sich dann zu entscheiden.

Er möchte niemandem die persönliche Entscheidung abnehmen, aber er schränkte auch ein: „Wenn wir mit diesem guten Anliegen so drastisch vorgehen, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sofort völlig untersagt wird, würden wir den Einbau im Markgräflerland und den Hopfenanbau am Bodensee erheblich schädigen, auch hier gilt ein gesonderter Mittelweg. Landwirtschaft und Landschaftsschutz sollten in Harmonie miteinander erfolgen, dies dürfte gerade oben in Adelhausen auf offene Ohren gestoßen sein.“