Rheinfelden Integratives Wohnprojekt in der Werderstraße wächst in die Höhe

Mitglieder des Sozialausschusses besichtigen Baustelle in der Werderstraße. Wohnungen für von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen werden dort gebaut.

Integratives Wohnprojekt heißt der Neubau in der Werderstraße im offiziellen Sprachgebrauch. Im Januar werden in dem viergeschossigen Bauwerk in Nachbarschaft zum Hauptfriedhof die Bewohner in 22 Wohnungen einziehen. Die Mitglieder des Sozialausschusses nahmen das von Wohnbaugeschäftsführer Dieter Burger als Spezialimmobilie bezeichnete Gebäude am Montag mit Bürgermeisterin Diana Stöcker und den Leitern von Bau- und Ordnungsamt und des Gebäudemanagements in Augenschein.

Was in der Werderstraße am Entstehen ist, machte auf die Kommunalpolitiker einen guten Eindruck. Die Konzeption orientiert sich an einem Modell, das bereits in Konstanz verwirklicht wurde, und weist zweckmäßige Grundrisse und eine robuste Ausstattung auf, die der zu erwartenden hohen Fluktuation der künftigen Bewohner Rechnung tragen soll, erklärte auch Dieter Model (Wohnbau). Die Wohnungen werden zentral über ein offenes Treppenhaus erschlossen. Geheizt wird zentral mit Gas. In den einzelnen Stockwerken werden zu den unterschiedlich großen Wohnungen über die Etagen verteilt drei Büros für die Betreuungsarbeit mit den Bewohnern eingerichtet, damit Ansprechpartner der Sozialbetreuung vor Ort sind.

Die Kosten für den Neubau betragen nach Angaben der Wohnbau, die als Bauherr agiert, mit dem Grundstück rund drei Millionen Euro. Für das Objekt gibt es einen Landeszuschuss von 880.000 Euro sowie Mittel aus dem kommunalen Investitionsfonds. Um das internationale Miteinander der Bewohner nach außen hin sichtbar zu machen, hat die Wohnbau den Betonbau auf der Fassadenfront mit Linien in den olympischen Farben optisch verschönt.

Für Diana Stöcker stellt sich die Anlage als „sozial stimmig“ dar. Alle künftigen Bewohner stehen bereits fest: „Wir kennen alle“, erklärte sie vor Ort. Im Wesentlichen handelt es sich um Familien und Menschen, die bereits jetzt von der Stadt mit Wohnraum versorgt werden, damit keine Obdachlosigkeit entsteht.

Wie komplex, aber auch erfolgreich die Betreuung mit derzeit 183 Personen verläuft, darüber gab die Integrations- und Flüchtlingsbeauftragte Jacqueline Zeng in der anschließenden öffentlichen Sitzung einen umfassenden Einblick mit ihrer Jahresbilanz (wir berichten noch). 129 Flüchtlinge (25 Haushalte und 36 Einzelpersonen) haben demnach auf eigene Initiative privat Wohnraum gefunden, 54 Menschen sind seit August 2016 als Obdachlose eingewiesen worden.

Die Stadt hat für die Anschlussunterbringung vier Objekte neu angemietet, darunter eine Wohnung im St. Josefshaus, ein Haus mit zwei Wohnungen in Minseln, drei Wohnungen der Wohnbau in der Mouscron-Allee sowie zehn Wohneinheiten in der Gemeinschaftsunterkunft Schildgasse.

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