Wenn es um Ausgleichsflächen zum Bau des Pumpspeicherwerks Atdorf geht, regt sich Widerstand. Dass die Stadt zwei Waldgrundstücke auf Gemarkung Minseln für das Projekt opfern soll, lehnt der Bau- und Umweltausschuss klar ab. Die Stadtkämmerei führt in ihrer Stellungnahme aus, dass der Gemeindewald der Stadt mittlerweile mit Ausgleichsflächen und Beständen übersät sei, der der wirtschaftlichen Nutzung durch Holzeinschlag entzogen sind oder noch werden. Wenig Verständnis zeigten die Ausschussmitglieder, dass es sich bei einem Grundstück um eines handelt, das schon beim Bau der A 98 herangezogen worden sei. Paul Renz (CDU) merkte an, dass es keine Notwendigkeit für die Stadt gebe, im Vorgriff auf das Zukunftsprojekt Leistungen zu bringen.

Willy Hundorf (SPD) ging noch weiter in seiner Kritik. Aus seiner Sicht handle es sich um ein Projekt außerhalb des Landkreises und es sei nicht einzusehen, warum die Stadt weitab vom Ort des Geschehens mit Ausgleichsflächen unterstützen soll. Diesen Standpunkte teilte auch Heiner Lohmann (die Grünen). Er sehe nicht ein, warum Rheinfelden für andere Gemeinden Flächen verbrauchen solle und erinnerte daran, dass der Bau der A 98 schon genügend Wald gekostet habe. Die Erwartung, dass sich Rheinfelden ganz aus der Affäre ziehen könne, teilte OB Klaus Eberhardt allerdings nicht. Er erinnerte daran, dass das Pumpspeicherkraftwerk im Wirkungsbereich liege, weil es eine Leistung wie ein Atomkraftwerk erbringen werde und somit auch für die Stromversorgung bis in den Rheinfelder ins Gewicht falle. Für Eberhardt stimmt im Fall der angeforderten Ausgleichsflächen mit über 20¦000 Quadratmetern die Abwägungslage dennoch nicht. Seine Forderung: zunächst die Ausgleichsflächen abgleichen.