30 Liter Bier

Dreimal ansetzen musste Oberbürgermeisterstellvertreter Winfried Markus, bis er den Hahn richtig in das 30-Liter-Fass geklopft hatte und das Bier zur Eröffnung des Frühlingsfestes frei ausgeschenkt werden konnte. Angesichts des strahlenden Sonnenschein stellte Markus fest: „Das Wetter ist immer nur so gut, wie der Lebenswandel des Oberbürgermeisterstellvertreters.“

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Geschätzte zehn Schläge waren nötig, dann konnte Markus, der kurzfristig für den verhinderten Oberbürgermeister eingesprungen war, mit Unterstützung von Schausteller Benni Buhmann das frisch gezapfte Bier verteilen. „Es freut mich sehr, auch einmal den Fassanstich machen zu dürfen, da es schon lange mein Hobby ist, auf das Frühlingsfest zu gehen“, erklärte Markus, der Schaustellern und der Stadtverwaltung ein Lob für den gut organisierten Rummel aussprach.

2000 Glühbirnen

Im 30 Jahre alten, aber neu renovierten Kindermärchenkarussell finden 56 Kinder auf Pferdchen, in Jeeps, Bussen oder Fliegern Platz. Und bei den ganz Kleinen können die Eltern auf der Plattform auch mitfahren, sagt Betreiber Peter Buhmann. Er schätzt, dass rund 2000 Glühbirnen in den vier Farben Blau, Gelb, Grün und Rot installiert sind, und die Fahrten zu einem bunt-leuchtendem Erlebnis machen.

Das Frühlingsfest wurde am Samstag seinem Namen mehr als gerecht und eröffnete bei bestem Frühlingswetter.
Das Frühlingsfest wurde am Samstag seinem Namen mehr als gerecht und eröffnete bei bestem Frühlingswetter. | Bild: Horatio Gollin

Mit drei Kinderkarussells, lustigem Entenangeln, Kugelstechen, Trampolinspringen und bunten Heliumballons richten sich sieben Angebote auf dem Frühlingsfest direkt an Kinder, die aber mit Begleitung genauso wie Jugendliche und Erwachsene Spaß am Pfeilwerfen, am Schießwagen oder beim Autoscooter haben. „Das Angebot ist ausgewogen, aber es bräuchte mal was Neues“, meint ein Rheinfelderin, die mit einer Freundin und drei Kindern unterwegs ist. „Man könnte mehr für Kinder anbieten.“

200 Teile am Karussel

Das Kettenkarussell mit 32 Plätzen stammt aus dem Jahr 1946 und ist in sechs Stunden aufgebaut, berichtet John Lettner, Ehemann der Betreiberin. Die Malereien auf dem Kettenkarussell macht Betreiberin Helena Lettner selbst. Im Bayernlift gibt es 24 Plätze in zwölf Gondeln. Um das Fahrgeschäft aus dem Jahr 1974 aufzubauen, braucht es ebenfalls sechs Stunden.

Für den Transport wird der Bayernlift in 200 Einzelteile zerlegt. Die Sicherheit ist gewährleistet. Lettner erklärt, dass nach jedem Aufbau eine Bauabnahme erfolgt, einmal im Jahr der TÜV ansteht und alle sechs Jahre eine Sonderprüfung durchgeführt wird, bei der sogar die Schweißnähte geröntgt werden. Bei beiden Fahrgeschäften dauert eine Fahrt drei Minuten. Im Simulator dauert eine Fahrt je nach Film vier bis fünf Minuten, erklärt Steven Bügler, der mit seinem Fahrgeschäft zum ersten Mal auf dem Frühlingsfest ist. Bis zu zwölf Personen passen in den Simulator.

Der Aufbau ist in weniger als zwei Stunden geschafft. Er bietet eine Riesen-Filmauswahl an Achterbahnfahrten etwa durch den Dschungel, einen Vulkan, das Weltall oder unter Wasser an. In 3D laufen die Filme noch nicht, die Computer will Bügler noch entsprechend aufrüsten.

60 Mandeln pro Tüte

Die Anzahl verkaufter Portionen pro Tag kann Christina Gierens vom GeNuss-Stand nicht einschätzen, da der Verkauf immer wetterabhängig ist. In der 100-Gramm-Tüte für 2,50 Euro geht die süße Leckerei über die Theke und zwischen 50 bis 60 Mandeln kann der Käufer genießen. Sechs Wagen machen beim Frühlingsfest ein kulinarisches Angebot: Neben dem GeNuss-Stand locken auch das Knusperhaus und die Happy Fruits mit Süßem. Schnell geht es auch an der Café-Bar.

Den großen Hunger stillen die Besucher im Foodtruck Spießer-Food oder im Badischen Imbiss. Dort ist der Verkaufsschlager die Currywurst mit Pommes für fünf Euro. Benni Buhmann schätzt: „Jeder Dritte will Currywurst mit Pommes.“ Im Babyflug ziehen zwei Kinder schon die dritte Runde. „Ich habe kein Limit gesetzt“, meint der Vater auf die Frage, wie viele Runden die Kinder fahren dürfen. Schnell schiebt der Rheinfelder aber noch lachend nach: „Noch nicht.“