Rheinfelden Gesperrte Straßen nerven laut Gewerbeverein die Einzelhändler

Vorsitzender Gustav Fischer sprach sich auf der Hauptversammlung des Gewerbevereins gegen zusätzliche verkaufsoffene Sonntage aus.

Bei der Hauptversammlung berichtete Gustav Fischer, dass die Erstellung des Zentrenkonzepts zwei Jahre lang vom Gewerbeverein intensiv begleitet worden sei. Wünschenswert wäre nach Fischers Auffassung noch die Erhebung des Einkaufswerts der Schweizer Kunden, um ihre Bedeutung für den Rheinfelder Handel zu verdeutlichen. Angesichts der Bevölkerungsprognose mit 51.000 Einwohnern bis 2025 im Verflechtungsbereich der Stadt müssten Parkplatzangebot und Verkehr weiterentwickelt werden.

Fischer rief die Stadtverwaltung auf, sich nicht nur der Entwicklung der Innenstadt zwischen Oberrheinplatz, Friedrichplatz und Kastanienpark sowie des Bereichs nördlich und südlich des Bahnhofs anzunehmen, sondern sich auch der Friedrichstraße zuzuwenden. Mit Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und Wirtschaftsförderer Elmar Wendland nahmen die Adressaten seine Botschaft in der Versammlung zur Kenntnis. „Hier kann etwas entstehen, wenn es gelingt, eine Mischung aus Handwerk und Geschäften anzusiedeln“, meinte Fischer.

Zu der wiederkehrenden Diskussion über zusätzliche verkaufsoffene Sonntage erklärte Fischer, dass seines Erachtens zwei Sonntage pro Jahr reichten. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wünschte er sich mit einer gemeinsamen Plattform ähnlich den Behördentreffen zu erweitern. Große Kritik übte er an den anhaltenden Straßensperrungen in Rheinfelden. Besonders plötzliche Verlängerungen der Maßnahmen seien für Anwohner und Handel ärgerlich, führte Gustav Fischer aus und forderte, dass es vor Auftragsvergabe erforderlich sei, auch zu überprüfen, ob der Betrieb die nötigen Kapazitäten habe, die Arbeit fristgerecht auszuführen.

Fischer erinnerte daran, dass er schon vor zwei Jahren eine grundlegende Änderung der Arbeitsauffassung im Verein angemahnt hatte. „Dies ist nur bedingt gelungen. Nach wie vor ist die Arbeit auf wenige Schultern verteilt“, sagte Fischer, der mehr Engagement der Mitglieder einforderte. Die öffentliche Wahrnehmung des Gewerbevereins dürfe sich nicht auf zwei oder drei Vertreter beschränken.

Die Entlastung von Kasse (Petra Meier) und Vorstand sowie die Neuwahlen erfolgten einstimmig. Aus dem Vorstand schieden Schriftführer Markus Sailer und Beisitzer Michael Asal aus. Ebenso stellte sich Kassiererin Petra Meier nicht mehr zur Wahl. Meier hatte im Mai 2000 das Amt erstmals übernommen. Die Entscheidung kam nicht plötzlich. Meier hatte schon zweimal ihre Bereitschaft verlängert, die Kasse zu führen. Fischer würdigte sie mit der Ernennung zum Ehrenmitglied.

Der Gewerbeverein

  • Wahlen: Gustav Fischer (Vorsitzender), Frank Sattler (Vorsitzender Handel), Alois Kühn (Vorsitzender Handwerk), Rita Baumgartner (Kassiererin), Ralf Burgert (Schriftführer), Betty Dossenbach und Ferdl Schusser (Revisoren), Anette Frech, Jürgen Kiener, Sebastian Kuntschner, Ewald Lützelschwab, Edwin Rütschle, Stefan Senger und Holger Wick (Beisitzer).
  • Mitglieder: 150.

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