Rheinfelden Frauen in Rheinfelden wagen mehr Demokratie

Das Kultur-Frühstück des SAK im Rahmen der Präventionsdekade konnte mit einiger Politprominenz aufwarten: Lörrachs Landrätin Marion Dammann und Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller waren zu Gast und nutzten die Gelegenheit, mit Bürgern ins Gespräch zu kommen.

„Demokratie braucht Frauen – Frauen brauchen Demokratie!“ Mit dieser selbstbewussten Aussage eröffnete Organisatorin Slavica Stanojevic vom SAK Quartiersmanagement am Samstag im Bürgertreff Gambrinus das Frauen-Kultur-Frühstück im Rahmen der Rheinfelder Präventionsdekade „Bunt find ich gut“ und dem zentralen Thema „Demokratie“.

„Zwei starke, erfolgreiche und politisch engagierte Frauen“, so Stanojevic, seien für ein Impulsreferat mit Diskussion gewonnen worden: Landrätin Marion Dammann und die Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller. Beide würden „in unserem Landkreis erfolgreich gelebte Demokratie präsentieren und daher ein Vorbild sein können für viele andere Frauen“.

Beide Politikerinnen drückten aus, dass die gerne gekommen seien, um sich in lockerem Rahmen austauschen zu können. Die rund 30 Gäste erwarteten von ihnen eine Antwort auf die Frage, was starke Frauen in der politischen Landschaft auszeichne. Zuerst allerdings eröffnete das ehrenamtliche Team des Frauen-Kultur-Frühstücks das ansprechend und mit vielen Leckereien bestückte Frühstücksbüffet, bevor Marion Dammann und Sabine Hartmann-Müller sympathisch leger und offen einen spannenden Einblick in ihren Lebensweg und die Bewegründe für ihre politische Laufbahn gewährten.

Marion Dammann beschrieb, sie sei in der elterlichen Kaufmanns- und Juristenfamilie „zwar nicht politisch geprägt, aber politisch interessiert gewesen“. Irgendwann habe sie im Fernsehen einen Streit zwischen zwei hochrangigen Bundespolitikern verfolgt und gedacht, irgendwas müsse da passieren. Wenn man streite, sollte auch eine Lösung gefunden werden. Die studierte Juristin habe bei ihrer ersten Anstellung als Leiterin der Rechtsberatung der Stadt Erlangen „eine große Vielfalt an Themen vorgefunden, die man gestalten kann“. Etwas gestalten und bewegen zu können, sei ihr stets wichtig gewesen, auch als sie nach Lörrach kam und bei der Stadt auf Anhieb eine Stelle als Rechts- und Ordnungsamtsleiterin fand. Sie hätte ähnliche Tätigkeitsfelder vorgefunden wie in Erlangen und gespürt, „dass man hier viel machen kann“, obwohl sich der alemannische Dialekt als erste große Hürde erwiesen habe. Später als Bürgermeisterin an der Seite von Gudrun Heute-Bluhm und auch als Landrätin sei der direkte Kontakt zur Bevölkerung stets ihr größtes Anliegen gewesen. Als Landrätin hätte sie „ganz viele Dinge angestoßen. Dabei habe eine Beteiligung der Bürger stets gute Ergebnisse erzielen lassen. „Demokratieförderung ist Bürgerbeteiligung“, sagte sie.

Diese Meinung teilte Sabine Hartmann-Müller, die aus einem politisch geprägten Elternhaus stammt und seit 28 Jahren in Herten wohnt. Beim Besuch einer Wahlkampfveranstaltung hat sie ihr Interesse an der Politik entdeckt. Zu ihrem vor 20 Jahren eingeschlagenen Weg als Kommunalpolitikerin habe Mut gehört, aber „man soll auch mal einen Schritt wagen, den man sich sonst nicht zutraut.“ Denn die Arbeit in der Kommune habe sie sehr interessiert, „weil man nah an den Menschen dran ist“. Sabine Hartmann-Müller wünscht sich, dass die Frauen mehr unterstützt werden. Man müsse viel mehr von ihnen in die Gremien und Parlamente bringen, „das ist politische Arbeit vor Ort“. Ihr eindringlicher Appell an die Anwesenden: „Engagieren sie sich in der Gesellschaft, es ist enorm wichtig für die Lebensqualität und den Zusammenhalt.“

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