Begleitet wurden Chor und Vokalsolisten vom Kantatenorchester Julia Weeda. Passend zum Ostersonntag war das Programm getragen von Feierlichkeit und strahlenden Klängen.

Zum Auftakt erklang das marianische Antiphon „Regina Coeli“ in einer Vertonung von Mozart in einer neu übertragenen Textfassung von Rainer Marbach. Feierlich im freudigen Ausdruck sang der Chor „Christ ist erstanden, nun freut euch. Hallelujah“. Die Soli wurden von Eva-Maria Hofheinz, Alexandra Paulmichl, Stefan Nottbrock und Michael Oberle eindrücklich gesungen.

Im Wechsel mit dem Chor brachte das Solistenquartett mit Schwung den Jubel über die Auferstehung zur Wirkung. In Mozarts geistlicher Solomotette „Exsultate, jubilate“ für Solosopran und Orchester brillierte Solistin Eva-Maria Hofheinz mit leuchtkräftiger und koloratursicherer Stimme. Mit Sopranjubel und virtuoser Stimmtechnik glänzte die Konzertsängerin in diesem opernhaft klingenden Werk. Mühelos schwang sich ihr Sopran in „Jauchzet, jubelt“ in lichte Höhen, klang im Rezitativ und Andante stimmschön. In der Schlussarie „Alleluja“ meisterte sie das Koloraturen-Feuerwerk mit Bravour.

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Im Hauptwerk, dem Gloria D-Dur des venezianischen Barockmeisters Vivaldi, strahlte der Chorgesang der Kantorei im Eröffnungssatz „Gloria in Excelsis Deo“ Schwung und festliche Pracht aus. Auch instrumental brachten die Musiker um die Geigerin Julia Weeda dynamische Verve ein, begleiteten mit bewegtem Streicherklang und Trompeten- und Oboenglanz.

Ihre Gesangsqualität demonstrierte die Kantorei auch in dem hervorragend textdeutlich gesungenen polyphonen, elegisch ausschwingenden „Et in terra pax“, dem erhabenen „Gratias agimus“ und dem mit großer Tiefe, weitem Bogen und expressiver Steigerung gestalteten „Qui tollis pecata mundi“.

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In der Sopranistin Eva-Maria Hofheinz und der Altistin Alexandra Paulmichl hatte man zwei exzellente Solistinnen, die im Duett „Laudamus te“ wunderbar harmonierten und den freudigen Charakter dieser Arie zur Geltung brachten. Solistisches Herzstück ist die Sopranarie „Domine Deus“, die Eva-Maria Hofheinz mit Wohlklang und Ausdruckstiefe sang, anmutig begleitet von der Solo-Oboe.

Alexandra Paulmichl sang ihr Solo im „Domine Deus, Agnus Dei“ und ihre Soloarie „Qui sedes“ ergreifend schön und bewegend mit warmer Stimme. Leiter Rainer Marbach führte Chor und Orchester in der Schluss-Fuge „Cum sancto spirito“ noch einmal zu glanzvollem Klang und jubilierender Freude. Großer Beifall erfüllte die Kirche nach diesem glanzvollen Osterkonzert.