Es geht vorwärts in Sachen zentrales Feuerwehrhaus. Der Landerwerb ist abgeschlossen, der Raumplan steht, ein hauptamtlicher Kommandant wird schon gesucht und ein Architektenwettbewerb für den Bau des zentralen Feuerwehrhauses wird vorbereitet. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und Feuerwehrkommandant Dietmar Müller sind zuversichtlich.

Ziel: Ein modernes, repräsentatives Gebäude

„Das Hauptaugenmerk der nächsten Monate liegt in der Auslobung des Wettbewerbs zur Lösung der baulichen Aufgaben“, erklärt Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, „hier gilt es nicht nur, die funktionalen Anforderungen der Feuerwehr zu erfüllen, sondern auch, ein modernes repräsentatives Gebäude zu errichten, das auch einen Blickfang am Äußeren Ring darstellt." Die Verwaltung bereitet mit der Stadtbau Lörrach derzeit die Auslobung des Architekten-Wettbewerb vor. Feuerwehrkommandant Dietmar Müller berichtet, dass der Raumplan für das Gebäude fertiggestellt wurde.

Nähe zum Kreisel war der Wunsch der Feuerwehr

Die Nähe zum Kreisel des Äußeren Rings vor dem Tunnel war ein wesentlicher Bestandteil für die infrastrukturelle Anbindung der Feuerwehr, erklärt Eberhardt, und Müller betont, dass die Nähe zum Kreisel das Wunschziel der Feuerwehr war. „Der Kreisel muss aber vorher noch ertüchtigt werden, mit einem zusätzlichen Arm“, sagt Müller. Neben dieser Hauptausfahrt soll eine Notausfahrt über die Römerstraße das Ausrücken gewährleisten, für den Fall, dass der Äußere Ring oder die Müßmattstraße selbst blockiert sein sollten.

OB und Kommandant sind überzeugt von Standortvorteilen

Von den Vorteilen des Standorts zeigen sich Oberbürgermeister und Kommandant überzeugt. „Mit dem Gebäude werden moderne Voraussetzungen für eine Feuerwehr in räumlicher Hinsicht geschaffen“, sagt Eberhardt, „der gewählte Standort an der Römerstraße sichert eine optimale Erschließung großer Teile des Stadtgebietes.“ Derzeit müssen laut Müller nach Einsätzen noch mehrere Standorte angefahren werden, um die Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen. Wegen des Atemschutzes müssen die Fahrzeuge zum Rheinfelder Gerätehaus, wegen der Schläuche nach Nollingen und zum Tanken zum städtischen Bauhof. Künftig ist das an einem Ort möglich.

Tagesbereitschaft der Wehr ist langfristig gesichert

Eberhardt meint, dass die Zusammenführung der vier Einheiten aus Karsau, Nollingen, Rheinfelden und Warmbach eine gute Voraussetzungen für eine langfristige Sicherstellung der Tagesbereitschaft der Wehr sei. Müller bewertet das räumliche Zusammenwachsen der vier Abteilungen ebenso, da alle Abteilungen Probleme haben, ehrenamtliche Feuerwehrmänner von der Arbeit wegzuholen.

Gedanken über ein hauptamtliches Team

Im Trend geht der Tagesalarm zwar zurück, Müller meint aber, dass das Haus mehr als die vier Abteilungen bedienen können sollte und man sich für die Zukunft Gedanken über ein hauptamtliches Team machen müsse. Die drei hauptamtlichen Gerätewarte übernehmen tagsüber schon kleinere Einsätze, damit niemand von der Arbeit geholt werden muss. Viele Feuerwehrmänner sind bei der Stadtverwaltung beschäftigt und noch gut verfügbar. „Das muss man im Auge behalten, um gegebenenfalls darauf reagieren zu können“, so Müller.

Förderung für die 16 vorgesehenen Fahrzeugboxen

Mit zehn Millionen Euro als grobe Kostenschätzung ist der Neubau veranschlagt. Genauere Zahlen liegen erst nach dem Architektenwettbewerb vor. Eine Förderung gibt es für die vorgesehenen 16 Fahrzeugboxen, erklärt Eberhardt. Aufgrund der hohen Kosten wird der Umzug des Technischen Dienstes zum zentralen Feuerwehrhaus im Moment nicht mehr verfolgt. „In der internen Finanzdiskussion genießen die Schulhausmodernisierungen, die Kindergartenerweiterungen und die Neuerrichtung eines Hallenbades Priorität“, zählt Klaus Eberhardt auf.

Hauptamtlicher Kommandant wird gesucht

Die Stelle des hauptamtlichen Kommandanten ist im Stellenplan 2019 ausgewiesen und die interne Ausschreibung durchgeführt. „Wir wollten möglichst einen aus den eigenen Reihen finden“, sagt Müller, der aus Altersgründen nicht zur Verfügung steht. „Wir haben einige Bewerber, und aus diesem Kreis werden wir in den nächsten Wochen jemanden finden.“ Die Kandidaten stellen sich zunächst im Feuerwehrausschuss vor, der dem Gemeinderat eine Empfehlung aussprechen kann, dann folgt die dortige Vorstellung.