Die erste Berufsinformationsbörse am Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) kam bei den Schülern gut an. Auch die Organisatoren zeigten sich mit dem Verlauf der Veranstaltung am Donnerstagabend zufrieden.

  • Die Ehemaligen: „Nach dem Abi wusste ich erst nicht, was ich machen soll. Erstmal chillen, dachte ich. Meine Mutter meinte, ich soll arbeiten“, berichtete der 24-Jährige von einem eher holprigen Einstieg ins Berufsleben. Nach einer dreijährigen Ausbildung hatte er sich neu orientiert. „Ich hätte besser schauen sollen, was ich mag und was ich gut kann“, erklärte der ehemalige Schüler des GBG.

Der 22-jährige Erik wusste zwar, was er machen wollte, musste aber auch Umwege dorthin in Kauf nehmen, während David, der sein Abi 2013 am GBG machte, schon ein Jahr vorher einen fertigen Plan mit Studium an der Dualen Hochschule Lörrach und Zusage eines Ausbildungsbetriebs in der Tasche hatte. Als vierte Ehemalige riet eine 20-Jährige den Gymnasiasten: „Macht das, wo ihr euch wohl fühlt. Lasst euch davon nicht abbringen.“

  • Das Angebot: Die erste Berufsinformationsbörse am GBG begann mit einem großen Paket an Informationen. Vor den Berichten der Ehemaligen hatte Armin Schwolgin von der Dualen Hochschule Lörrach diesen Ausbildungsweg vorgestellt und im Hauptvortrag Wolfgang Kolep die Schüler breit über die Themen Ausbildung, Studium und Beruf informiert, wobei er nicht nur Punkte wie Studienfinanzierung oder Praktika, sondern auch Arbeiten als Au Pair oder Jobben im Ausland ansprach. Nach Abschluss der Veranstaltung im Lichthof warteten schon fünf Eltern in Klassenzimmern, um Schülergruppen in 15-minutigen Vorträgen ihre Beruf als Berufsschullehrer, Entwicklungsingenieur, Hebamme, Rechtsanwalt und Supply Chain Manager vorzustellen. Auf dem Weg passierten die Schüler den Markt der Möglichkeiten, wo ein Dutzend Unternehmen und Behörden ihre Ausbildungsberufe vorstellten.
  • Die Organisatoren: Zahlreiche Schüler der Klassenstufen zehn und elf waren zu dem informativen Einstieg gekommen. Zwölftklässler kamen im Anschluss, sie kannten den Vortrag schon, Neuntklässler waren schwächer vertreten. Direktor Volker Habermaier und die beiden die Berufsinformationsbörse organisierenden Lehrerinnen Simone Rung und Yvonne Fritz zeigten sich mit dem Zuspruch zufrieden und auch die große Anzahl der Eltern nahmen sie positiv wahr. „Ich denke, wir werden das auf jeden Fall wiederholen, vielleicht noch etwas modifizieren“, meinte Habermaier und lobte die beiden Lehrerinnen, die die Börse seit Januar organisiert hatten. Rung erklärte, dass es auch eine gute Unterstützung seitens der Eltern gab.
  • Der Markt der Möglichkeiten: Auf dem Markt der Möglichkeiten informierten Vertreter der Agentur für Arbeit, der Caritas, von Endress und Hausser, Energiedienst und Evonik, der Debeka-Krankenkasse, der Dualen Hochschule Lörrach, vom Sankt Josefshaus, der Stadtverwaltung, der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden und dem Hauptzollamt Lörrach an Ständen. Mit Ausbildungsbörsen hat die Sparkasse gute Erfahrung gemacht, erklärten Sina Ebner und Janina Brokatzky. Wolfgang Buttler vom Hauptzollamt Lörrach erklärte, dass neben der Nachwuchsgewinnung, der Zoll solche willkommenen Gelegenheiten generell nutze, um sich und seine Aufgaben der Öffentlichkeit zu präsentieren.
  • Die Schüler: An allen Ständen tummelten sich interessierte Schüler mit Eltern. Nicht jeder Schüler nahm den Anlass ganz ernst, so meinte ein Elftklässler: „Ich finde es gut, dass es so viel gratis gibt.“ Andere Schüler bewiesen mehr Reife und interessierten sich für die Informationen statt für die Give-Aways. „Ich finde es gut, dass Ausbildungsberufe gezeigt werden, auf die man eher nicht so schaut, wenn man das Abi macht“, erklärte eine Zwölftklässlerin, und ihre Klassenkameradin lobte, dass es nicht nur Vorträge, sondern auch den Markt der Möglichkeiten gab. Eine Neuntklässlerin sagte: „Ich finde es toll, dass das von der Schule veranstaltet wird und man einen tieferen Einblick bekommt.“