Die Gäste

Der Anlass war für geladene Gäste gedacht: Ganz viele Ehrenmitglieder, Sponsoren und Gönner, Vertreter von Politik, Hertener und Rheinfelder Vereinen, auch vom Turnerbund Wyhlen, kamen zusammen. Aktive TuS-Frauen und -Männer waren vor und hinter der Theke im Einsatz und überraschten gleich zwei Mal mit Köstlichkeiten am Büffet.

Das Programm

Sportliche Stars waren die Geräteturnerinnen unter Leitung von Sandra Kalb und Sabine Vogt sowie die flotten Tänzerinnen „Blue Jewels“ mit ihrer Tanzshow. Aber auch das musikalische Trio Ferenc Marsal (Flügel), Stefan Übelin (Trompete) und Sängerin Isabel Morgenstern unterhielt bestens mit Jazz-Standards.

Die Blue-Jewels-Gruppe überzeugte beim Festakt mit ihrer Choreografie.
Die Blue-Jewels-Gruppe überzeugte beim Festakt mit ihrer Choreografie. | Bild: Petra Wunderle

Obwohl alle Redner auf die 100-jährige Geschichte des TuS Freiheit Herten zu sprechen kamen, waren ihre Beiträge so vielfältig, dass man gerne zuhörte. „Ich bin Vorsitzender von einem schönen und tollen Verein“, brachte es Jean-Pierre Roschman auf den Punkt. Mit großer Freude verteilte er an viele Gäste und Mitglieder ein „Edles Tröpfchen“ mit Goldmedaille, einen Hertener Steinacker Cuvée mit TuS-Emblem.

Die Redebeiträge

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt würdigte den Verein als „wichtigen Eckpfeiler“ in Herten. „Der TuS wird auch in Zukunft in der Lage sein, das Leben in Herten zu bereichern und Zeichen zu setzen.“ Natürlich weiß der OB, dass der Wunsch nach einer größeren Halle in Herten seit Jahren eine Herausforderung für die Stadt Rheinfelden ist.

Wie sie und ihre Familie vor drei Jahrzehnten in Herten angekommen sind, berichtete Sabine Hartmann-Müller, Ortsvorsteherin und Landtagsabgeordnete. „Ich turnte in der Mittwochsgruppe, nach dem Sport ging’s in die Linde. Wäre diese Gruppe nicht gewesen, hätte es wohl länger gedauert, die alemannische Sprache zu verstehen.“ Im Verein sei Integration einfach möglich. Man lerne Spielregeln und überwinde soziale und sprachliche Grenzen.

Gerhard Mengesdorf, Präsident des Badischen Turnerbundes, lobte, dass der TuS Herten ein so vielseitiges Sportprogramm anbiete, wie man es selten finde. Die verantwortungsvolle Vereinskultur sei es wert, dass man sie pflege. Vom Badischen Sportbund überbrachte er einen Majolika-Teller, eine Auszeichnung für Vereine die seit 100 Jahren Sport in ihrer Gemeinde tragen. Zudem gab es einen Bildungsgutschein für Übungsleiter.

Auch Dieter Meier, Vorsitzender des Markgräfler-Hochrhein Turngaus (MHTG), war voller Lob: „Sie sind ein moderner Verein, der sich seiner Tradition bewusst und zukunftsorientiert ausgerichtet ist.“ Zur Erweiterung der Scheffelhalle sagte er seine Unterstützung zu. Der Vorsitzende des Stadtsport-ausschusses,
Dieter Wild, betonte, dass sich der TuS auch über die Ortsgrenzen hinweg verdient gemacht habe.

Die Geschichte

Prägnant ließ Judith Häbig, Leiterin des Arbeitskreises Festschrift, die Vereinsgeschichte des TuS Freiheit Herten Revue passieren. Es sind 100 bewegte Jahre, die am 18. Juli 1919 im Gasthaus Engel ihren Anfang nahmen. Der Turnverein wurde mit einer linksorientierten Gesinnung gegründet. Die eigene Turnhalle ließ sich 1931 verwirklichen. Im Schatten des Dritten Reichs fand die Enteignung des Vereins statt, der Turnbetrieb wurde eingestellt. Nach den Kriegswirren wurde der Verein neu gegründet, ab den 50er Jahren ging es wieder aufwärts.

Die Ehrungen

Gerhard Mengesdorf zeichnete Jean-Pierre Roschman mit der Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes für sein jahrzehntelanges Wirken als Übungsleiter, Vizevorsitzender und erster Vorsitzender aus. Dieter Meier zeichnete auch die Übungsleiter Mario Wappner, Kathleen Stippich, Sabine Vogt und Sandra Kalb mit der Trainernadel des MHTG aus. Auch Jean-Pierre Roschman sprach einige Mitglieder gesondert an und dankte für ihr Engagement, insbesondere zur Organisation des Jubiläums. Dabei hob er Antje Müller hervor, die das Organisationskomitee leitete. Zu diesem Team gehören auch Petra Liepert, Sindy Weiler, Judith Häbig, Jan Baranowski und Heiko Beck.

Ganz vielen treuen TuS-Mitgliedern sagte Jean-Pierre Roschman mit einer blauen Rose „Danke“.
Ganz vielen treuen TuS-Mitgliedern sagte Jean-Pierre Roschman mit einer blauen Rose „Danke“. | Bild: Petra Wunderle