Unter fachmännischer Anleitung bauten Kinder im Rahmen des Sommerferienprogramms Indianerbögen und Pfeile aus Bambusstäben, Hirschleder und Pflanzenfasern. Nach zwei Tagen Bauzeit konnten die Kinder ihre Bögen am dritten Tag endlich ausprobieren.

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Aller Anfang ist schwer

Der Pfeil flog schnurgerade auf den Baum zu und prallte am Stamm ab. Der Junge lächelte stolz und gab den Bogen an ein Mädchen weiter, um den Pfeil zu holen. Er gab ihr den Pfeil und unter Anleitung von Michael Bittl legte das Mädchen an, zielte und schoss den Pfeil ab. „Nimm den Ellbogen höher“, wies Bittl an oder korrigierte, wie die Kinder den Pfeil anlegten.

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Zuerst den Griff lernen

Am dritten Tag des Ferienangebots „Indianerbögen bauen“ stand das Schießtraining auf dem Programm und der Reihe nach kamen alle Kinder dran. Nicht jeder Schuss traf den nur fünf Meter entfernten Baum, aber darum ging es gar nicht. „Ich will, dass ihr zuerst den richtigen Griff lernt. Das Treffen kommt dann ganz von alleine“, erklärte Bittl den Kindern.

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Michael Bittl leitet das Programm

Bittl leitet das Angebot der Volkshochschule Rheinfelden im Rahmen des Sommerferienprogramms schon seit Jahren und führt als Ferienangebot den Kurs auch in umliegenden Gemeinden wie Lörrach oder Binzen durch. Vier Mädchen und vier Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren nahmen an der dreitägigen Vormittagsbetreuung in den Ferien teil. Fünf Kinder aus Rheinfelden, zwei aus Eichsel und eins aus Adelhausen.

Mit Sägen, Raspeln und Messern

An den ersten beiden Tagen hatten die Kinder Indianerbögen und Pfeile selbst gebaut. Mit Sägen, Raspeln und Messern bearbeiteten sie einen 1,20 Meter langem Bambusstab, um daraus den Indianerbogen zu machen. Die Stäbe für die Pfeile waren 60 Zentimeter lang.

Die Kinder erklären, wie‘s geht

Um den Bogen zu bauen, mussten sie Kerben für die Schnur in den Stab schnitzen, erklärte der neunjährige Nick, der schon zum zweiten Mal am Ferienangebot teilnahm. Die selbst gedrehte Schnur aus Pflanzenfasern hatten sie vorher mit Bienenwachs eingerieben. Der Bogengriff wurde mit Leder umwickelt. Der zehnjährige Marvin erklärte, dass sie mit dem Schnitzmesser die Pfeile angespitzt und dann im Feuer die Spitze gehärtet hatten. Er nahm sogar schon zum dritten Mal am Kurs „Indianerbogen bauen“ teil. Die achtjährige Merle fand es ein bisschen schwierig, die Federn für den Pfeil alleine mit der Schnur fest zu binden. Letztlich klappte aber alles und jedes Kind konnte einen selbstgebauten Indianerbogen mit nach Hause nehmen.